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Jürgen Rausch wird Gewobau-Chef

Wohnungsbaugesellschaft Jürgen Rausch wird Gewobau-Chef

Der bisherige Bauamtsleiter Jürgen Rausch wird Anfang kommenden Jahres Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau.

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Bauamtsleiter Jürgen Rausch (rechts) bei der Arbeit an seinem wichtigsten Projekt: Gemeinsam mit Kulturamtsleiter Richard Laufner (von links), Sabine Welter (KFZ Marburg) und Architekt Thomas Hess begutachtet er ein Modell der Stadthalle.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Entsprechende Informationen der OP bestätigte­ der Aufsichtsratsvorsitzende der Gewobau, Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD). Gesellschafterversammlung und Marburgs Magistrat müssen dem Aufsichtsratsbeschluss der Gewobau noch zustimmen. Der bisherige Amtsinhaber, Bernd Schulte, geht in Ruhestand.

Der gelernte Bauingenieur Rausch (56) ist seit 1992 bei der Stadt Marburg und befasst sich seit 1997 als Bauamtsleiter vor allem mit Fragen der Stadt- und Verkehrsgestaltung. Er genießt über die Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen. Mitarbeiter und Kommunalpolitiker loben vor allem seine Kreativität und seine Überzeugungskraft bei Fragen der Stadtraumgestaltung. Rauschs letztes wichtiges Projekt als Bauamtsleiter war die Umgestaltung der Stadthalle.

SPD-Mitglied Rausch war vor der Oberbürgermeisterwahl 2015 als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen im Gespräch. Im vergangenen Jahr hatte er sich als Baudezernent aussichtsreich in Potsdam beworben, später aber einen Rückzieher gemacht – aus persönlichen Gründen, wie es ­damals hieß.

Gewobau investiert dieses Jahr 14 Millionen Euro

„Spätestens seit seiner Bewerbung in Potsdam wussten wir, dass sich Jürgen Rausch beruflich auch etwas anderes vorstellen kann als die Leitung unseres Bauamts“, sagte Spies der OP. Er habe deswegen dem Aufsichtsrat Rausch als neuen Gewobau-Geschäftsführer vorgeschlagen.­ „Fachlich kann er das, und er bringt zudem den Marburger Blick mit in die Entscheidungen ein“, sagte der OB.

Die Gewobau soll in den kommenden Jahren mehrere hundert Wohnungen im Kernstadtbereich bauen. In diesem Jahr investiert sie mehr als 14 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung ihrer Immobilien. Umstritten ist ihr aktuelles Vorhaben, ihre Häuser am Erlenring/Erlengraben abzureißen und neu zu errichten; eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Optionen für eine Bebauung im Zentrum sind außerdem das Gelände zwischen der Bahnlinie und der Lahn auf Höhe der Südspange und das Gewerbegebiet am südlichen Stadtausgang rund um die Stephan-Niderehe-Straße.

Die GeWoBau hatte zum 31. Dezember 2016 einen Bestand von 2632 Wohnungen, davon sind nach Angaben des Unternehmens 830 Wohnungen ­mietpreis- und belegungsgebunden.

Grüner Knoche mögliches „Bauernopfer“

Aus den Bindungen planmäßig herausgefallen sind die Wohnungen in der Friedrich-Ebert-Straße 41 bis 53 sowie die Sudetenstraße 20 und 26. Die durchschnittliche Kaltmiete der Wohnungen liegt bei 4,96 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Auf dem freien Wohnungsmarkt zahlt man für Wohnungen im Stadtzentrum etwa 11 bis 12 Euro pro Quadratmeter. Die Gewobau hat deswegen in den letzten Monaten verstärkt ihr Augenmerk auf die Schaffung von Wohnraum auch für Normalverdiener gerichtet, die keinen Wohnberechtigungsschein haben.

Hoffnungen auf die Nachfolge von Bernd Schulte hatte sich nach OP-Informationen auch der langjährige Prokurist Matthias Knoche gemacht. Grünen-Politiker Matthias Knoche, der zuletzt 2013 Direktkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl war, könnte das „Bauernopfer“ für das Scheitern der früheren rot-grünen Koalition sein. Spies betont aber die fachliche Qualifikation Jürgen Rauschs und fügte bei: „Ich bin zuversichtlich, dass die beiden gut zusammenarbeiten werden.“ Über die Nachfolge für Rausch als Bauamtsleiter ist laut Spies noch nicht entschieden.

von Till Conrad

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