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Lokschuppen Interessenten gefunden

Die Ausschreibung zum Umbau des Lokschuppens auf dem Waggonhallen-Gelände ist beendet. Vier Investoren haben inhaltliche und preisliche Angebote eingereicht.

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Der Lokschuppen verfällt seit Jahren, er soll privatisiert werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Diese Zahl hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) auf OP-Anfrage genannt. Details zu den eingereichten Projekten gibt es noch nicht. „Die Bewertung der Angebote wird durch ein Beteiligungsverfahren mittels Auswahlgremium erfolgen“, heißt es von der Pressestelle. Dieses Gremium werde in der Woche nach Ostern – nach OP-Informationen am Mittwoch – tagen, sich die Erläuterungen aller Bewerber anhören und dem Magistrat dann eine Empfehlung geben, welcher Investor mit welchem Projekt den Zuschlag erhalten solle.

Eine Entscheidung darüber werde voraussichtlich am 30. Juni, vor der politischen Sommerpause, durch die Stadtverordnetenversammlung gefällt.

Mit acht bis 16 Interessenten rechnete man im Baudezernat noch zu Jahresbeginn, kurz nach Ausschreibungsstart. Diese Prognosen haben sich nicht bewahrheitet, es sollen nach OP-Informationen lediglich außerhalb der formellen Ausschreibung weitere Ideen geäußert worden sein.

Dabei kündigte OB Spies vor dem Schritt zur Privatisierung an, dass die „Zeit, kluge Ideen nur vage zu äußern, sie aber nicht konkret zu Ende zu denken, vorbei sein muss“.

Andernfalls drohe der Einsturz des Gebäudes. Bis zum 31. März sollten Investoren konkrete Vorschläge zur künftigen Nutzung des maroden Lokschuppens unterbreiten – samt gesichertem Finanzierungskonzept.

Bereits im Vorfeld zeichnete sich das Interesse von zwei Konkurrenten ab: der Lokschuppen-Förderverein und S+S-Immobilien. „Wir haben unser Konzept eingereicht, und dessen Finanzierung ist gesichert“, sagt Dr. Fritz-Joachim Hüther, Vize-Vorsitzender des Fördervereins mit Verweis auf die Errichtung eines Technikmuseums samt Messe- und Ausstellungsflächen. Geldgeber sind demnach vorhanden, der Verein sei damit konkurrenzfähig – gegenüber wie vielen und wem, ist aber unklar.

S+S-Immobilien, die auf Wohnungsbau setzen wollten, äußerten sich zur Ausschreibeteilnahme gestern noch nicht. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau dementiert indes Gerüchte, wonach auch das kommunale Unternehmen einen Plan – Errichtung von Wohnungen – eingereicht habe. „Durchgerechnet haben wir das vor längerer Zeit mal, aber letztlich kämen Mieten heraus, die weit über dem für uns vertretbaren Niveau liegen“, sagt Bernd Schulte, Gewobau-Geschäftsführer, auf OP-Anfrage.

Wie viel Geld die Kommune für die Immobilie bekommen könnte, ist offen. Der Magistrat schloss zuletzt nicht aus, notfalls auch nur einen Euro akzeptieren zu wollen, wenn das inhaltliche Konzept eines Investors langfristig trage.

von Björn Wisker

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