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Weidenhäuser Brücke Informationen gegen Verkehrschaos

Zahlreiche Bürger haben die Infoveranstaltung zur Sanierung der Weidenhäuser Brücke für Nachfragen, Anregungen und Kritik genutzt.

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Thomas Engelbach informiert über die Brücken-Sanierung. So sollen zum Beispiel die Rohrleitungen an der Nordseite der Brücke von dem Steg mit dem neuen Gehweg versteckt werden.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Wenn Du die Brücke sanieren willst, musst Du auch Behinderungen in Kauf nehmen“, fasste Gerhard Weinert aus Bauerbach im Anschluss an die erste Infoveranstaltung zur Sanierung der Weidenhäuser Brücke zusammen.

Seine Meinung schienen viele der rund 120 Besucher zu teilen. Es machte den Eindruck, dass es im Allgemeinen Verständnis für die Sanierung gibt. Ein Besucher jedoch brachte wiederholt seinen Unmut zum Ausdruck und zweifelte die Notwendigkeit der Sanierung an.

Viele waren dagegen gekommen, um sich über die Auswirkungen und Lösungsvorschläge zu informieren. Zuvor stellte Thomas Engelbach, Leiter des Tiefbauamtes, das Bauvorhaben und den ungefähren zeitlichen Ablauf der Arbeiten vor, die jedoch witterungsabhängig seien. Eingeplant sei außerdem eine Winterpause zwischen November 2018 und Februar 2019, diese werde allerdings ebenfalls abhängig von den Temperaturen gemacht.

Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) gab in diesem Zusammenhang Auskunft darüber, dass die Arbeiten an der Brücke von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr stattfinden, samstags sei ein „Puffer, falls es zu Verzögerungen kommt“ eingeplant. Einige Besucher äußerten Anregungen, was bei der Brückensanierung beachtet werden sollte oder stellten konkrete Nachfragen. Vereinzelt gab es Kritik, etwa „dass die Bürger überhaupt nichts zu sagen haben, die werden vor Tatsachen gestellt, es ist alles entschieden“, wie Ketevan Pabst feststellte.

Dagegen bewertete Rocco Pabst, Direktor des Hotels „Kornspeicher“ im Süden Marburgs, die Informationen als sehr wichtig, um diese an seine Gäste weitergeben zu können. Die Besucher betreffe die Umleitung, wenn sie etwa in die Innenstadt fahren möchten. „Auf der Südspange herrscht ja jetzt schon während der Rush Hour ein Chaos, und wenn dann noch der Verkehr aus der Mitte dazu kommt, wird das spannend“, sagte er. Pabst möchte seine Gäste darüber aufklären, welche anderen Wege und Zeiten sie am besten nutzen sollten, wenn sie mit dem Auto fahren möchten.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) sowie Michael Hagenbring von der Straßenverkehrsbehörde appellierten jedoch an die Bürger, so weit wie möglich aufs Autofahren zu verzichten. „Jeder nicht genutzte Pkw spart zirka sechs Meter Stau“, sagte Hagenbring. Verkehrsvermeidung sei das oberste Ziel. Außerdem betonte er, dass alle innerstädtischen Ziele erreichbar bleiben.

Für den Fachdienst Brandschutz informierte er darüber, dass die Einhaltung der Hilfsfrist von hauptamtlichem sowie ehrenamtlichem Brandschutz westlich der Lahn gewährleistet werde.

Birgit Stey und Christoph Rau, Geschäftsführer der Stadtwerke, informierten abschließend über die Fahrplanänderungen der Busse ab dem 26. Februar (OP berichtete). Einige Besucher nutzten die Gelegenheit, konkrete Nachfragen zu den Busrouten zu stellen, etwa zu den Linien 8, E8 und 9.

Eine Studierende machte darauf aufmerksam, dass die Linie 9 von vielen Kommilitonen genutzt werde, um zwischen den Lahnbergen und dem Tal zu pendeln. Ihre vorverlegte Abfahrt kollidiere jedoch mit den Zeiten der universitären Veranstaltungen.

Oberbürgermeister Spies sagte, dass Gespräche mit der Philipps-Universität zu einer Abstimmung zwischen Busfahrzeiten und Vorlesungszeiten geführt werden sollen. Er betonte außerdem, dass immer noch Verbesserungen am geänderten Fahrplan möglich seien und wies darauf hin, dass ab dem 26. Februar ein Infotelefon sowie eine E-Mail-Adresse eingerichtet seien, um Fragen zu stellen und Anregungen mitzuteilen (Veröffentlichung der Kontaktdaten folgt).

  • Informationen und Grafiken zu Umleitungsstrecken für motorisierte Fahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger werden in nachfolgenden Berichten in der OP veröffentlicht.
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