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In Zwischenhausen klappern die neuen Platten

Lose Steinplatten sorgen für Ärger In Zwischenhausen klappern die neuen Platten

Verkehrsschilder erläutern? Bauliche Veränderungen, um den Verkehr auszubremsen? Das geht SPD, den Bürgern für Marburg und der CDU zu weit. Verstärkte Kontrollen sollen es richten.

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In Zwischenhausen haben sich die Steinplatten gelöst. Die Stadt soll den Mangel beheben.

Quelle: Philipp Lauer

Marburg. In Zwischenhausen seien Autos und Fahrradfahrer oft zu schnell unterwegs, es werde falsch geparkt, die erst 2014 verlegten Steinplatten haben sich gelöst und klapperten nun. Für Kinder sei es zu gefährlich, dort zu spielen. Auf diese Missstände im verkehrsberuhigten Bereich zwischen Ketzerbach und Steinweg machte die Linkenfraktion mit einem Antrag aufmerksam.

Die Linken forderten, den Straßenraum im Eingangsbereich zu verengen und weitere bauliche Veränderungen, die die Geschwindigkeit mindern sollen. Außerdem solle das Schild, das den verkehrsberuhigten Bereich kennzeichnet, erläutert werden – auf einem weiteren Schild mit der Aufschrift „Schrittgeschwindigkeit 4 - 7 km/h“. Dies werde bereits vielenorts so gemacht und zeige große Wirkung, erläuterte Henning Köster den Antrag seiner Fraktion. Schließlich soll die Ordnungspolizei dort regelmäßiger kontrollieren und die Stadt eine sogenannte Variotafel anbringen, die die gefahrene Geschwindigkeit anzeigt.

Änderungsantrag findet Mehrheit im Parlament

Andrea Suntheim-Pichler (BFM) entgegnete, die baulichen Veränderungen träfen in erster Linie die Anwohner. Außerdem habe jeder Autofahrer in der Fahrschule die Bedeutung der Schilder gelernt. Das Problem mit den gelösten und nun klappernden Steinplatten müsse man angehen. Auch die verstärkten Kontrollen hält sie für sinnvoll. Für die BFM stellte sie einen dementsprechenden Änderungsantrag. „Warum machen wir hier so ein Gedöns? Die Mängel müssen behoben werden. Aber nicht nach dem Motto ‚Ich bau mir eine Straße, wie sie mir gefällt‘“, polterte Oliver Hahn (CDU).

Als die Debatte zu eskalieren drohte, meldet sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) zu Wort. Bislang seien bei Kontrollen 150 Parkvergehen festgestellt worden. Beim Blitzen seien zehn Prozent der Autofahrer verwarnt worden, die höchste Geschwindigkeit wurde mit 21 Stundenkilometern gemessen. „Eine Erklärung von Straßenschildern ist nicht zulässig und für eine Variotafel hat die Straßenbehörde keinen Platz gefunden“, sagte Spies. Hindernisse, wegen derer Autofahrer langsamer fahren müssten, stellten zugleich ein Hindernis für Blinde auf dem Weg zur Blista dar.

Dem geänderten Antrag stimmten in der Sitzung des Stadtparlaments am Freitag  SPD, BFM, CDU, FDP/MBL und Piraten zu, die Linke enthielt sich.

von Philipp Lauer

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