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Hilfe für die Schwächsten

Terre des hommes Hilfe für die Schwächsten

Vor 50 Jahren wurde das weltweit bekannte Kinderhilfswerk „terre des hommes“ in Deutschland gegründet. Mit einer Wanderausstellung will Gisela Glatzl neue Mitstreiter gewinnen.

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Gisela Glatzl hat die Ausstellung im Marburger Rathaus, die dort bis 20. Oktober zu sehen ist, organisiert.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Marburg. „Eigentlich gibt es in Marburg gar keine regionale Arbeitsgruppe“, berichtet Ausstellungsinitiatorin Gisela Glatzl. Sie ist vor fünf Jahren aus Frankenberg, wo sie sich aktiv in einer kleinen Gruppe engagierte,­ an die Lahn gezogen. Fasziniert von dem, was Gründer Lutz ­Beisel mit seinem Engagement und anfänglich nur wenigen Mitstreitern geschaffen hat, ist Glatzl vor Jahren dem Hilfswerk beigetreten.

„Terre des hommes Deutschland“ besteht inzwischen aus mehr als 1 300 ehrenamtlichen und 140 hauptamtlichen Mitarbeitern, die im In- und Ausland tätig sind.

Hauptaufgabenfelder der ­Organisation sind Hilfen für Straßenkinder, verlassene und ­arbeitende Kinder, Flüchtlingskinder, Opfer von Krieg und Gewalt. Ziel ist, die Schwächsten der Gesellschaft auszubilden und ihnen eine gute Grundlage für ihr Leben zu geben. Weiterhin unterstützt „terre des hommes“ Kinder, deren Familien an Aids gestorben sind, und kümmert sich um den Schutz diskriminierter Bevölkerungsgruppen.

Die Hilfsorganisation wird ausschließlich über Spenden finanziert und ist mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI) zertifiziert. „Nur 10,5 Prozent der Spendengelder wird für Verwaltung und Organisation ausgegeben“, hat Glatzl selbst nachgerechnet.

Auch in Deutschland ist „terre des hommes“ tätig, berichtet die Rentnerin. Dort würden insbesondere Flüchtlingskinder von der Gemeinschaftsstiftung unterstützt.

Die Ausstellung im Marburger Rathaus besteht aus zehn Rollbanner, welche die wechselhafte Geschichte der Organisation zeigen und auf aktuelle Entwicklungen eingehen. Sie ist noch bis zum 20. Oktober zu den Rathausöffnungszeiten zu sehen. Darüber hinaus wird Gisela Glatzl am Samstag von 10 bis 15 Uhr mit einem Infostand am Marktbrunnen Präsenz zeigen.

Sie selbst hat eifrig für Spenden geworben. In einigen Marburger Bäckereifilialen durfte sie Geldrückgabeteller aufstellen, wo die Kunden ihr Wechselgeld spenden konnten. Dabei ist einiges zusammengekommen, berichtet Glatzl, etwas ungläubig über solchen ­Erfolg. Kontaktaufnahme über Telefon 0 64 21 / 3 03 20 18.

von Heinz-Dieter Henkel

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