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Herausforderung durch Digitalisierung

Roland Jahn zu Gast in der Archivschule Herausforderung durch Digitalisierung

Hoher Besuch in der Archivschule Marburg: Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Ministeriums der Staatssicherheit der ehemaligen DDR, war zu Gast und besichtigte bei einem Rundgang mit der Direktorin Dr. Irmgard Christa Becker die Einrichtung.

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Roland Jahn, Leiter der Stasiunterlagenbehörde, war zu Gast in Marburg.

Quelle: Felix Busjaeger

Marburg. Jahn wollte bereits seit zwei Jahren nach Marburg kommen, doch erst jetzt hat es geklappt: „Marburgs Archivschule ist klein, aber fein. Sie ist etwas Exklusives, das sich einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet hat“, sagte der Leiter der Stasiunterlagenbehörde.

Die Archivschule genießt allgemein einen guten Ruf als Ausbildungsort. Fünf hauptamtliche Dozenten sowie mehr als 70 weitere Lehrbeauftragte und Gastdozenten schaffen beste Voraussetzungen für eine intensive Ausbildung der 32 Studierenden.

Während des Rundgangs kam das Gespräch auf die neuen Herausforderungen, die Archive in Zeiten der Digitalisierung zu bewältigen haben. Die zunehmende Zahl an digitalen archivreifen Unterlagen stellen Archive vor neue Aufgaben, die es in Zukunft zu meistern gilt. Die Möglichkeiten, die sich durch Informationskanäle wie Twitter für Archive und andere Einrichtungen ergeben, bergen ein großes Potenzial. In der folgenden Diskussion mit den Studierenden stellte Jahn die Notwendigkeit der Öffentlichkeitsarbeit der Archive und den Wandel durch die Digitalisierung in den Fokus. Die Rolle der Archivare wird sich laut Jahn in den kommenden Jahren wandeln.

Das Internet verlangt beispielsweise eine Moderationsrolle, in der Quellen bewertet und bestätigt werden. Trotz der neuen Möglichkeiten will Jahn an Altbewährtem festhalten. Die Bundesarchive seien das Gedächtnis der Bundesrepublik und bewahrten Erinnerungen für kommende Generationen.

Bei der Archivschule handelt es sich um eine verwaltungsinterne Hochschule, die 1949 in Marburg eingerichtet wurde. Angeboten werden die Fachstudien des Fachhochschulstudiums Diplom-Archivar und des Archivreferendariats mit dem Abschluss Wissenschaftlicher Archivar. Alle Studierenden sind Beamte auf Widerruf, die von den Trägern der Ausbildung, den staatlichen Archiven des Bundes und der Länder, mit Ausnahme Bayerns, eingestellt werden.

von Felix Busjaeger

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