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Geld für Ehrenamtsstruktur

Finanzen Geld für Ehrenamtsstruktur

Die Universitätsstadt bleibt als eine von 43 Kommunen „Engagierte Stadt“ und bekommt vom Bund bis Ende 2019 Geld speziell für Projekte mit Studenten. Dies teilte das Familienministerium mit.

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Ausstellung „Einblicke: Studierende engagieren sich“.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Die Förderung des studentischen Engagements passe hervorragend zur Universitätsstadt, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD). „Es ist uns gelungen, eine Brücke zwischen der Studierendenschaft und der Stadtgesellschaft zu bauen - und wir sind schon gespannt auf den weiteren Dialog und die Projekte, die jetzt begonnen werden können.“

In Marburg ist das Programm bei der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf angesiedelt. „Wir haben gemeinsam mit der Universität und der Stadt in den vergangenen Jahren einiges erreicht“, sagt Doris Heineck, Leiterin der Freiwilligenagentur. „Jetzt, da die Entscheidung vorliegt, sind wir natürlich erleichtert und freuen uns darauf, die begonnene Arbeit fortzusetzen.“

Struktur für bürgerschaftliches Engagement sichtbar gemacht

Mitte 2015 hatten sich 272 Städte zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern zur Teilnahme an dem Programm beworben. Eine Fachjury hatte 50 von ihnen ausgewählt. Das von der FAM entwickelte Konzept, in der Universitätsstadt den Fokus auf das freiwillige studentische Engagement zu legen, um in der Stadt sichtbar zu machen, was Studierende in Zusammenarbeit mit Vereinen und Organisationen für das Gemeinwesen leisten, überzeugte die Jury.

„Mit dem gemeinsamen Antrag haben Stadt und Uni die Wichtigkeit der Studierenden in der ehrenamtlichen Struktur der Stadt unterstrichen,“ sagt Professorin Evelyn Korn, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Philipps-Universität. „Die Weiterförderung zeigt uns, dass wir mit dieser Würdigung auf dem richtigen Weg sind.“

Mit dem Schwerpunkt studentisches Engagement habe man ein Angebot innerhalb der Struktur des bestehenden Netzwerks für bürgerschaftliches Engagement sichtbar gemacht, „das in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde“, sagt Katja Kirsch von der Freiwilligenagentur. Mit Aufnahme in die zweite Phase des Förderprogramms sei es nun möglich, dies stärker auszubauen und strukturell zu verfestigen.

Im Rahmen des Programms „Engagierte Stadt“ hat die Freiwilligenagentur im Frühjahr 2016 mit Studierenden eine Umfrage zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement von Studierenden“ durchgeführt. 530 Studierende nahmen an der Umfrage teil.

Fotoausstellung im Herbst im Rathaus

Ergebnis: Mehr als 60 Prozent der Umfrageteilnehmer sind engagiert, die meisten im Bereich „Kinder und Jugendliche“, über 20 Prozent engagieren sich in einer oder mehreren der über 40 studentischen Initiativen. Was Studierende tun, haben sie in einer Fotoausstellung festgehalten, die im Herbst im Rathaus gezeigt wird.

Für die 43 Städte sind in den kommenden Jahren insgesamt zwei Millionen Euro vorgesehen. Die Fördermittel fließen aber nicht in Einzelprojekte, sondern in Einrichtungen, die grundsätzlich Engagement fördern. Als „Engagierte Stadt“ geht es darum, an den Bedingungen zu arbeiten, unter denen Vereine, Initiativen, Uni und Wirtschaft optimal zusammenarbeiten können.

von Brigitte Bohnke

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