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Forscher nutzen den Schlaf als Therapiephase

Neues Projekt Forscher nutzen den Schlaf als Therapiephase

Schlafmediziner des Marburger Uni-Klinikums erforschen, wie sich chronische Lungenkrankheiten mit geringeren Medikamentendosen als bisher behandeln lassen.

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Das Schlafmedizinische Zentrum des Marburger Uni-Klinikums befindet sich in Räumen der Klinik auf den Lahnbergen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Gesundwerden im Schlaf: Darum geht es in dem Vorhaben des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Marburger Universität. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Vorhaben mit 1,3 Millionen Euro aus dem Fördertopf „Neue Therapieoptionen durch innovative Medizintechnik zur Behandlung chronischer Erkrankungen“. Dies teilte die Marburger Uni-Pressestelle mit.

„Das geplante Verfahren kombiniert Inhalation und nasale­ Staudruckbeatmung“, erläutert­ Professor Ulrich Köhler, der das Marburger Schlafmedizinische Zentrum leitet. Dabei soll der Schlaf als Therapiephase optimal genutzt werden. „Es soll künftig möglich sein, geringere Medikamentendosen über längere Zeiträume gezielt und intelligent zu verabreichen“, so Köhler. Durch die verbesserte­ Erreichbarkeit der kleinen Atemwege können Medikamente sehr viel effektiver an den Ort des eigentlichen Geschehens gebracht werden – wie zur Atemwegserweiterung, zur Befeuchtung der Schleimhaut, zur Verflüssigung des Schleims sowie zur gezielten Einbringung von inhalativen Antibiotika.

„Perspektivisch soll die neue Darreichungsform auch für andere Wirkstoffe und Erkrankungen eingesetzt werden“, hofft der Marburger Schlafmediziner auf weitere Anwendungen, die sich aufgrund der Forschung ergeben. Beteiligt sind neben dem Schlafmedizinischen Zentrum die „ThoraTech GmbH“  aus Gießen sowie die „Activoris Medizintechnik GmbH“ aus ­Gemünden/Wohra.

von Manfred Hitzeroth

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