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„Viel Innovation in beiden Konzepten“

Umfrage zum Lokschuppen „Viel Innovation in beiden Konzepten“

Veranstaltungshallen-Schwerpunkt oder Unternehmensgründer-Zentrum: Die OP hat mit Besuchern der Informationsveranstaltung zur Lokschuppenzukunft gesprochen.

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Die OP hat Besucher der Lokschuppen-Info-Veranstaltung befra

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Optik Schneider oder Christmann + Pfeifer – welche Ideen gefallen den Marburgern besser und warum? Eine Stichprobe aus dem Stadtverordnetensitzungssaal.

Nach der Entscheidung des Auswahlgremiums zeichnete sich unter den Parlamentariern, die vor der Sommerpause am 30. Juni über die Vergabe an einen der Investoren entscheiden sollen, eine Tendenz zum C+P-Vorschlag ab. Damals waren allerdings weder deren Ausstiegsklausel-Ansinnen noch die unklare Hotelkonzeption bekannt. Beim Ausschreibungssieger Optik Schneider stand im Mai zudem noch der Wohnungsbau im Nutzungskonzept.

Diese Pläne sind mittlerweile verworfen, stattdessen soll es – was bei C+P im Vordergrund steht – mehr Platz für die Ansiedelung von Kleinunternehmen geben. Dass der „Christus Treff“ entgegen des bisherigen Kenntnisstands jedoch in Form des sanierten Werkstattgebäudes eine Permanentpräsenz auf dem Gelände bekommen soll, ist politisch noch nicht diskutiert worden. Anwohner und Gäste des alternativen Szenetreffs warnen angesichts der Aktivitäten der evangelikalen Religionsgemeinschaft vor Nutzungskonflikten.

  • Reinhard Schindler: Zuverlässiger ist mir das Konzept von Schneider hinsichtlich der Solidität erschienen. Interessant sind beide in der Ausrichtung, wobei es viele Ähnlichkeiten gibt. Bei Schneider kam besser raus, dass diese Location, die derzeit quasi eine Ruine ist, zu einem interessanten Ort, an dem man auch feiern kann, aufgebaut werden soll.
  • Alex Mickwitz: Ich finde das Projekt von C+P besser, hauptsächlich, weil ich den „Christus Treff“ nicht im Lokschuppen haben will. Es ist ein diskriminierender Verein, dem von der Stadt öffentlicher Raum verkauft werden würde. Bei C+P finde ich gut, dass sie mit den Initiativen vor Ort zusammenarbeiten. Das ist mir ungeheuer wichtig.
  • Patrick Bösser: Ich bin für das Konzept von Schneider. Ich bin selbst im „Christus Treff“ und finde das Konzept gut, denn es hat soziale Strukturen und eine solche Veranstaltungshalle wie die, die im Lokschuppen entstehen soll, haben wir außerdem noch nicht in Marburg. C+P hat ein Konzept für Unternehmen entwickelt. Dahingehend hat Marburg schon genug.
  • Peter Schlosser: Eigentlich finde ich beide Konzepte gleich blöd, denn das Kulturelle geht dabei verloren. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich aber für C+P stimmen, denn vom moralischen Standpunkt her finde ich es besser. Ich bin ein Gegner der evangelikalen Bewegung. Marburg ist eine vielfältige, junge rote Stadt und sollte es auch bleiben.
  • Peter Reckling: Ich bin noch nicht so entschieden, denn ich finde beide Konzepte gut. Die Idee von Schneider erschien mir kompakter und durchdachter. Bei C+P ist noch sehr viel offen. Das hat den Reiz, dass noch viel entwickelt werden kann, birgt aber auch die Gefahr, dass vieles zerredet wird.
  • Gunilla Rising-Hintz: Ich finde es prima, dass diese Veranstaltung stattfindet und die Bürger informiert werden. Aber eine Entscheidung könnte ich noch nicht treffen, mir fehlen noch Informationen. Der „Christus Treff“ hätte erscheinen müssen, denn je mehr man hört, desto mehr Fragen stellen sich mir.
  • Wolfgang Winkler: Ich finde beide Konzepte sehr interessant. Es steckt viel Innovation drin. Bei C+P gefällt mir allerdings die Ausstiegsklausel nicht und ich habe den Eindruck, es soll ein Prestige-Projekt werden. Schneider erscheint mir da hingegen als sehr verlässlicher Partner.
  • Wolfgang Göbel: Mir gefällt das Konzept von C+P am besten, denn es ist das Flexibelste. Es ist offen und bietet die Möglichkeit, noch während der Planungs- und Bauphase Veränderungen vorzunehmen. Gott sei Dank wird der Lokschuppen aber bei beiden Konzepten sehr umfangreich erhalten.

von Patricia Grähling
und Björn Wisker

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Privatisierung
Lokschuppen an der Waggonhalle in Marburg.

Die Lokschuppen-Investoren buhlen um die Gunst der Marburger. Bei der Vorstellung der Nutzungskonzepte entzündete sich aber vor allem Kritik an dem Konzept, das die Präsenz des "Christus Treffs" vorsieht.

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