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Elisabethmarkt: Volle Straßen, strahlende Händler

Elisabethmarkt mit Innenstadtkirmes Elisabethmarkt: Volle Straßen, strahlende Händler

Mal windig, mal sonnig oder mit Nieselregen ­präsentierte sich das ­Wetter am Wochenende. Das störte jedoch weder ­Besucher noch Händler, die sich über einen erfolgreichen Elisabethmarkt freuen konnten.

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Das Riesenrad auf der Innenstadtkirmes war ein Hingucker bei Tag und erst recht bei Nacht.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Warm eingepackt und mit Schirmen ausgestattet bevölkerten jede Menge Besucher die gesamte Innenstadt, von der Elisabethkirche bis Weidenhausen herrschte den ganzen Tag über reger Trubel.
In Bewegung zu bleiben war da gerade am Samstag sehr hilfreich: Ob beim Bummeln durch die Geschäfte und über die Märkte oder beim Schunkeln auf dem Marktplatz. Dort heizten die Stuyvesant Sailors aus den Niederlanden der gut gelaunten Zuhörerschar mit Seemannsliedern zum Mitsingen ein.

Da ging es fröhlich und geruhsam zu – am Sonntag wurde es dagegen kurios-kulturell. Zahlreiche Künstler gaben sich auf dem Kuriositätenjahrmarkt die sprichwörtliche Klinke in die Hand. Die Besucher konnten ausgefallenen Klanginstrumenten aus allerhand recycelten Einzelstücken lauschen oder einem Bauprojekt der besonderen Art beim Wachsen zuschauen. Bunte Lesungen und Show-Einlagen zum Staunen und Nachdenken bot sich für jeden Geschmack, vom Handwerker oder Origami-Fan bis zum Poeten.

Am Wochenende (7. und 8. Oktober) fanden in Marburg der Elisabethmarkt und die Innenstadtkirmes statt. Ein Höhepunkt: Das Weidenhäuser Entenrennen.

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Großer Andrang und Gaudi-Stimmung herrschte seit Freitag rund um Bühne, Fahrgeschäfte und Fressbuden auf der Innenstadtkirmes, die wie ein kleines Oktoberfest anmutete, nur ohne Bierzelt. Vor allem viele Familien genossen eine Fahrt mit dem traditionellen Riesenrad mit Panoramablick über Marburg. Adrenalinjunkies kamen in der Überkopf-Schleuder direkt neben dem Cineplex voll auf ihre Kosten. Die Kirmes findet auch noch am heutigen Montag statt.

Ruhiger, doch ebenfalls musikalischer als in den letzten Jahren ging es auch rund um die Elisabethkirche zu. Zwischen Informations- und Spielständen der heimischen Sozialvereine und einem kleinen Pfadfinderlager mitten auf dem Gelände, sorgte die Marburger Live Musik School erstmals für die musikalische Untermalung des ­Sozialmarktes.

Wer das ein oder andere Schnäppchen ergattern wollte, den zog es auf den Flohmarkt samt Fahrradbörse in Weidenhausen – beides seit Jahren eine feste Markttradition, die wieder zahlreiche Besucher in den Stadtteil lockte. Auffallend gut besucht war auch der zweitägige Regionalmarkt am Steinweg, der zum zweiten Mal als Aushängeschild des Marktes stattfand. Dort konnten sich die Besucher mit allerhand Waren aus der Region und darüber hinaus eindecken. Von der Schneekugel mit Landgrafenschloss-Motiv bis zum Mini-Käserad aus dem Westerwald.

Daniela Maurer (Stadtmarketing): "Es ist phänomenal gelaufen"

Das wechselhafte Wetter am Samstag kam vor allem den Woll- und Strickständen zugute: „Es läuft gut, viele Leute bleiben stehen und gerade die neuen Studenten decken sich ein“, befand Marina Specht, die warme Kleidung verkaufte.

Für kulinarische Spezialitäten aus dem arabischen Raum sorgten mehrere heimische Verbände, wie die islamische Gemeinde, die zügig ausverkauft war. „Wir sind zufrieden, viele­ Leute­ sind gekommen und ­denen schmeckt es“, freute sich Dr. Hamdi Elfarra.

Fast schon Euphorie herrschte auch auf Seiten der Veranstalter. „Es ist phänomenal gelaufen, die Oberstadt war voll, die Händler haben gestrahlt – wir sind richtig begeistert“, teilte­ Daniela Maurer vom Stadtmarketing Marburg mit, die ein mehr als gutes Resümee des Elisabethmarktes ziehen konnte.

von Ina Tannert

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