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Ein einiges Deutschland für alle Menschen

Einheitsfeier in Eisenach Ein einiges Deutschland für alle Menschen

Die traditionelle gemeinsame Einheitsfeier der Partnerstädte Marburg und Eisenach fand in diesem Jahr auf der Wartburg statt.

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In der Wartburg (großes Bild) tauschten Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Marianne Wölk, Stadtverordnetenvorsteherin aus Marburg, zum Tag der deutschen Einheit Gastgeschenke aus.

Quelle: Archivfoto

Eisenach. Mit zwei Bussen waren die Marburger zu ihrem Partner nach Thüringen gefahren, „ein deutliches Zeichen der Verbundenheit zwischen uns und Eisenach“, wie die neue Stadträtin Kirsten Dinnebier (SPD) sagte. Vertreter der Stadtteilgemeinden, des Seniorenbeirats, zahlreicher Marburger Vereine, Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung hatten die Reise angetreten.

Insgesamt nahmen mehr als 100 Personen an der Feier in der Wartburg oberhalb von Eisenach teil. „Ich freue mich, dass der 27. Jahrestag der Deutschen Einheit im 500. Jahr der Reformation an diesem historischen Ort gemeinsam gefeiert wird“, betonte die Oberbürgermeisterin, Katja Wolf, in ihrer Festrede.

Sie betonte den Stellenwert der Reformation für die gemeinsame Geschichte beider Städte – Martin Luther lebte 1521/1522 als „Junker Jörg“ inkognito auf der Wartburg; in Marburg fand 1529 die wahrscheinlich bedeutendste Theologenversammlung der Reformationszeit statt, das „Reformationsgespräch zwischen Luther und Huldrych Zwingli.

Wolf warnte in ihrer Festrede davor, dass die Wartburg als nationales Symbol durch „völkische Kräfte“ missbraucht werde. Hintergrund ist die 200. Wiederkehr des Wartburgfestes am 20. Oktober, die durch den als rechtsextrem geltenden Dachverband studentische Burschenschaften, der „Deutschen Burschenschaft“, in Eisenach gefeiert werden soll.

Dinnebier sagte der OP, die Stadt Eisenach habe die Solidarität der Stadt Marburg. Auch die Marburger Burschenschaften Germania und Rheinfranken sind Mitglied der „Deutschen Burschenschaft.

Das Trennende müsse überwunden werden

Katja Wolf sagte weiter, das Trennende zwischen Ost und West müsse endlich überwunden werden. Ein einheitliches Deutschland dürfe keine Unterschiede in der Herkunft der Menschen machen. Das schließe auch Menschen ein, deren Wurzeln nicht in Deutschland liegen.

Dem pflichtete auch Marburgs Stadtverordnetenvorsteherin Mariann Wölk bei, die den erkrankten Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies vertrat. Sie betonte ebenfalls die Werte des Grundgesetzes, die für alle Menschen gleich gelten. „Beeindruckend“ sei die Einheitsfeier auf der Wartburg gewesen, befand Dinnebier nach ihrer ersten Dienstreise als Stadträtin.

Weitere Dienstreisen in die Wartburgstadt werden wohl folgen: Der 3. Oktober ist einer von vielen gemeinsamen Tagen im Kalender der beiden Partnerstädte.

von Till Conrad

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