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Ein Hauch von Japan im Südviertel

Kirschblüte Ein Hauch von Japan im Südviertel

So früh waren sie schon lange nicht dran: Die ­Japanischen Kirschbäume in der Stresemannstraße ­stehen seit dem Wochenende in voller Blüte.

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Kirschblüte in der Stresemannstraße in Marburg: Für etwa 14 Tage stehen die Bäume in voller Blüte und locken Besucher auch von ­außerhalb Marburgs an.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Ein bis zwei Wochen früher als in anderen Jahren blühen die Japanischen Kirschbäume in der Stresemannstraße – seit vielen Jahren sind sie ein Zeichen dafür, dass der Frühling in der Universitätsstadt Einzug gehalten hat.

Das Feuerwerk in Pink und Rosa, das die Menschen Jahr für Jahr erfreut, macht das Marburger Südviertel weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Ein Teil der Bäume ist im Übrigen ein Geschenk des damaligen japanischen Generalkonsuls Dr. Tadao Araki an die Stadt Marburg. Anlässlich der Japan-Woche 1989 in Marburg spendete Araki, der kurzzeitig in Marburg studierte, der Stadt 200 junge Kirschbäume, wie sich der damalige Verkehrsdirektor Hans Christian Sommer erinnert. „Bei einem Besuch von Dr. Araki auf dem Messestand der Stadt in Berlin auf der Internationalen Tourismusbörse schlossen wir Freundschaft“, erinnert sich Sommer heute.

So früh waren sie schon lange nicht dran: Die Japanischen Kirschbäume in der Stresemannstraße stehen seit dem Wochenende in voller Blüte.

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Sommer und der damalige Leiter des Garten- und Friedhofsamts, Hans Dettmann, nahmen die Spende damals entgegen. Etwas mehr als die Hälfte der Bäume wurden seinerzeit von der Marburg-Werbung verlost, berichtete die Oberhessische Presse. „Die restlichen, noch jungen Bäume, gehen in den Besitz der Stadt über und werden vom Garten- und Friedhofsamt erst einmal „hochgepäppelt“, bevor sie das Stadtbild schmücken können“, schrieb damals die Oberhessische Presse.

Der Generalkonsul bestätigte den guten Ruf, den Marburg im Land der aufgehenden Sonne genoss. Kontakte zu Japan gibt es bereits seit den späten 60er-Jahren. Auch heute noch gibt es regelmäßige Kontakte nach Japan, unter anderem haben der Fachbereich evangelische Theologie und die Universität von Tenri (nahe Osaka) eine Kooperationsvereinbarung,  zudem gibt es einen regelmäßigen Austausch von Sportstudierenden. Auch das inzwischen geschlossene Japan-Zentrum der Philipps-Universität trug zu dem guten Verhältnis zu Japan bei.

von Till Conrad

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