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Marburg „tief im Herzen“

Ehrendoktorwürde für Kanadierin Marburg „tief im Herzen“

Die in Marburg geborene kanadische Kulturwissenschaftlerin und Künstlerin Ydessa Hendeles erhielt die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Germanistik und Kunstwissenschaften.

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Dekan Professor Malte Hagener ehrte die neue Ehrendoktorin der Marburger Universität, Ydessa Hendeles.

Quelle: Markus Farnung

Marburg. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Ydessa Hendeles fand in der Alten Aula statt. Damit ehrten Universität und Fachbereich die langjährige künstlerische und kuratorische Arbeit der kanadischen Kuratorin, Künstlerin, Sammlerin und Kulturwissenschaftlerin sowie ihre wichtigen Beiträge zur Kunstförderung und -vermittlung.

„Marburg wird immer in meinem Reisepass stehen – diese Stadt ist ein fester Teil von mir und tief in meinem Herzen verankert“, sagte Hendeles bei der Verleihung. „Diese außergewöhnliche Ehrung meiner Arbeit erfüllt mich mit großer Dankbarkeit“, sagte Hendeles, die seit rund 45 Jahren als Sammlerin, Kunsttherapeutin, Dozentin, Designerin, Galeristin, vor allem aber als Kuratorin von weltweit beachteten Kunstausstellungen tätig ist.

„Ihre Arbeit unterscheidet sich vom klassischen Kuratieren – es handelt sich vielmehr um ein forschendes Sammeln, das der Wissenschaft durchaus verwandt ist“, sagte Professor Hubert Locher, Direktor des Bildarchivs Foto Marburg in seiner Laudatio. „Ydessa Hendeles schafft Räume und Installationen von hoher ästhetischer Qualität. Diese thematisieren, oft persönlich oder familienbiographisch motiviert, Bilder des kulturellen Gedächtnisses, schaffen neue Sinnzusammenhänge oder bringen unaussprechliche Befindlichkeiten zu Tage.“

„Es geht um unser In-der-Welt-sein, das niemals direkt und unvermittelt ist, sondern stets Werkzeugen bedarf – Sprache, Kunst, Medien“, sagte Professor Malte Hagener, Dekan des Fachbereichs Germanistik und Kunstwissenschaften, zu Hendeles Arbeit. Die Forscher des Fachbereichs setzten sich mit Kommunikation und Vermittlung, mit Medialität und Kunst auseinander. Es gebe unter anderem Forschungen zur barocken Deckenmalerei, zu regionalen Varietäten des Deutschen, zu Sondersendungen im Fernsehen oder zur Rolle von Hörbüchern für die Lesemotivation. „Ich bin stolz, dass unser Fachbereich so vielgestaltig ist“, sagte Hagener, der auch die Ehrung vornahm.

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