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"Die Welt ist voller Tiefpunkte"

Ostern "Die Welt ist voller Tiefpunkte"

Hymnen auf den Heiland: Hunderte Besucher haben während der Karfreitagsfeier von Tabor in Marburg christlichen Liedern gelauscht, sie gesungen und gemeinsam gebetet.

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Mehrere Hundert Besucher zählte die Karfreitagsfeier von Tabor in der Stadthalle. Die Feierstunde wurde musikalisch von „Night of the Hymns“ gestaltet. Fotos: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Kein anderer Feiertag zeigt die Liebe Gottes für alle Geschöpfe besser als dieser. Karfreitag erinnert uns, dass Gott von uns keine Opfer verlangt, sondern mit uns gelitten hat und leidet. Das ist eine gute Botschaft, und gute Botschaften haben wir parat“, sagte Matthias Frey, Direktor der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor.

Hunderte Besucher haben während der Karfreitagsfeier von Tabor im Erwin-Piscator-Haus christlichen Lieder gelauscht, sie gesungen und gemeinsam gebetet.

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Der Chor „Night of the Hymns“ interpretierte sogleich christliche Texte mit modernen, bekannten, freudigen Melodien, viele der schätzungsweise 800 Besucher sangen die Strophen der Lieder mit.

Im Mittelpunkt der Feierstunde stand das Referat des Marburgers Michael vom Ende, Generalsekretär des Verbands „Christen in der Wirtschaft“. Er nutze die Gelegenheit, den Gläubigen Mut zu machen: „Mit Tiefpunkten kennen wir uns aus, die Welt, die Geschichte steckt voller Tiefpunkte. Bildung, Diskusskionskultur, Fußballspiele: Das Leben ist voller Kummer, ein einziger Tiefpunkt.“ So wie es der Tod Jesu am Kreuz gewesen sei. „Karfreitag ist das Ende, aber er bedeutet auch Veränderung, Hoffnung.“ Mitten in Zeiten wie diesen, wenn man an der Welt verzweifele, gebe die Gewissheit, dass Gott zu einem stehe, näher hinein in einen komme als jeder Mensch, Halt und Hoffnung.

Seit 1923 wird die Karfreitagsfeier von Tabor in der Universitätsstadt begangen - und nach mehreren Jahren des Ausweichens ins Audimax kehrten die Gläubigen nun erstmals in das modernisierte Gebäude zurück.

von Björn Wisker

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