Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Christen betonen Gemeinsamkeiten

Pfingsten Christen betonen Gemeinsamkeiten

Gott, Gesang, Gedanken und Gläubige: Rund 300 Christen haben den Pfingstgottesdienst auf der Schlossparkbühne in Marburg gefeiert - und im Reformationsjahr einen Appell des Arbeitskreises Christlicher Kirchen vernommen.

Voriger Artikel
Finanzspritze für Schulsanierungen
Nächster Artikel
Inklusion? "Blanker Hohn"

Schauplatz Schlossparkbühne: Hunderte feierten den ökumenischen Pfingstmontagsgottesdienst.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Wir müssen die Mauern, die unsere Vorfahren errichtet haben, überwinden. Es gilt, vom Konflikt zur Gemeinschaft zu kommen“, sagt Klaus Nentwich, Pfarrer der katholischen Gemeinde Sankt Peter und Paul. Im laufenden Reformationsjahr sei es besonders wichtig, die Gemeinsamkeiten der christlichen Konfessionen - von orthodox bis lutheranisch, von methodistisch bis freikirchlich - zu betonen, sagt Dr. Markus Lersch (Katholisches Theologisches Seminar der Philipps-Universität) in seiner Predigt. „Wir unterscheiden uns darin, wie wir Gottesdienst feiern, in Traditionen und Kleidung. Aber bei aller Trennung sind wir letztlich eine Liebeseinheit, wir alle sind Christen, wir sind zum Dienst an der Einheit aufgefordert.“

  • Um stärker zusammenzurücken, formulierte der Arbeitskreis während des Gottesdienstes fünf Verpflichtungen. Ziel laut Lersch: „In Marburg wollen wir die kleinen, uns möglichen Schritte in die richtige Richtung gehen“.
  • Immer von der Perspektive der Einheit, nicht der Perspektive der Spaltung ausgehen.
  • Sich selbstständig durch die Begegnung mit anderen und das Zeugnis des Glaubens verändern lassen.
  • Die sichtbare Einheit suchen, konkrete Schritte erarbeiten und immer neu nach diesem Ziel streben.
  • Die Kraft des Evangeliums für die aktuelle Zeit wiederentdecken.
  • In der Verkündigung und im Dienst an der Welt Zeugnis für Gottes Gnade ablegen.

Angesichts des „rauen Tons“ in den europäischen Gesellschaften sei es jedenfalls „mehr denn je nötig, das „Licht des Evangeliums in den Herzen der Menschen leuchten zu lassen“, sagt Burkhard zur Nieden, Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Marburg. Grundsätzlich heißt es vom Arbeitskreis: Wenn Christen die Dialoge mit Fremden, mit Anders- oder Nichtgläubigen abbrechen, wenn Vorurteile gepflegt, also Menschen diskriminiert würden, „werfen wir den ersten Stein, wir machen uns damit schuldig.“

von Björn Wisker

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr