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„Camp Cappel“ wird Zentrum für Wehr-Ausbildung

Flüchtlingsunterkunft „Camp Cappel“ wird Zentrum für Wehr-Ausbildung

Feuerwehr-Stützpunkt statt Flüchtlings-Aufnahme: Das „Camp Cappel“ dient künftig als Jugendausbildungszentrum der Landesfeuerwehrschule. Die Stadt prüft dort auch einen Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Cappel.

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Quelle: Peter Gassner

Marburg. Das teilte das Hessische Innenministerium gestern mit. Mit dem Gelände habe man „ein geeignetes Areal für unsere jungen Brandbekämpfer gefunden“, sagt Innenminister Peter Beuth (CDU). Marburg bleibe demnach „das Zuhause“ für die Ausbildung des hessischen Feuerwehrnachwuchses, ein modernes Ausbildungszentrum solle entlang der Umgehungsstraße entstehen.

Die Universitätsstadt prüft zudem einen Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Cappel am gleichen Standort. „Jugendfeuerwehrschule und Freiwillige Feuerwehr Tür an Tür, das hat sich bewährt, und das wollen wir, wenn es baulich möglich ist, auch so weiterführen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD). Alternativ sei ein Neubau am bisherigen Standort denkbar.

Hintergrund: Das Feuerwehr-Zentrum in Cappel gibt es seit 1975. Die Geschäftsstelle der Hessischen Jugendfeuer am gleichen Standort ist der landesweite Zusammenschluss von 2150 Jugendfeuerwehren. Seit Jahren gab es den Plan, das marode Gebäude, in dem Schule und Feuerwache untergeracht sind, gemeinsam grundlegend zu restaurieren. Das hatte sich immer wieder verzögert, zuletzt wegen Konkurrentenklagen im Vergabeverfahren. Das „Camp Cappel“, in dem bis zu 600 Flüchtlinge lebten, wurde im Herbst 2016 geschlossen und steht seitdem leer.

von Till Conrad und Björn Wisker

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