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Die nächsten Räder sind schon da

"Call a Bike" wird zu "Nextbike" Die nächsten Räder sind schon da

Von „Call a Bike“ zu „Nextbike“: Die nächste Generation von Leihfahrrädern steht jetzt zur ­Verfügung.

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Freuen sich über den Nextbike-Start (von links): Alena Fischer und Cornelius Hansen (beide Asta), Umweltamtsleiter Jochen Friedrich, OB Dr. Thomas Spies, ­Bürgermeister Wieland Stötzel, Holger Armbrüster (Stadtwerke) sowie Michael Hagenbring (Straßenverkehrsbehörde) und Heidi Bretschneider (Nextbike GmbH).

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Bereits seit 2014 gab es das vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) initiierte öffentliche Leihsystem für Fahrräder. Nach der Kündigung des Vertrags mit dem bisherigen Anbieter Call a Bike“ zum 30. September, startete jetzt kurz vor Beginn des Wintersemesters die fünfjährige Laufzeit mit dem neuen Anbieter, der nach Vertragsverhandlungen aufgrund des „attraktiveren Preis-Leistungssystems“ und des innovativen Systems den Zuschlag erhielt (die OP berichtet). Pro Student und Semester zahlt der Asta jetzt 1,50 Euro statt vorher 2,38 Euro. Das macht bei rund 26 000 Studierenden eine Summe von rund 76.000 Euro.

Neu ist das blaue anstelle des roten Designs. Die Bereitstellung fabrikneuer Fahrräder mit integriertem Bike-Computer sowie der engmaschige Frontkorb waren nach Angaben von Asta-Verkehrsreferent Cornelius Hansen einige Pluspunkte. Nextbike heißt das Fahrradverleihsystem, das im Rahmen einer Kooperation zwischen der Betreiberfirma Nextbike aus Leipzig und dem Asta Marburg aufgebaut wird.

Hintergrund

Studentische Nutzer müssen sich jetzt nach dem Anbieterwechsel neu registrieren. Auch alle anderen Nutzer können sich über die Webadresse „www.nextbike.de“ anmelden. Dafür müssen sie sich mit Angabe von Namen, Adressen, E-Mail-Adresse, gegebenenfalls der Smartphone-Nummer und der Angabe der Zahlungsart anmelden. Danach können sie die Räder per Nextbike-App über eine Hotline oder per Kundenkarte  ausleihen. Für Studierende ist das Verleihsystem in das Semesterticket integriert. Die Leihgebühr kostet pro halbe Stunde einen Euro, und maximal neun Euro pro Tag. 

Nach einmaliger kostenloser Registrierung können alle Marburger Studierenden beliebig oft bis zu drei Fahrräder jeweils eine Stunde am Stück ohne zusätzliche Kosten entleihen. Zudem gilt dieses System bundesweit auch in anderen Nextbike-Städten wie Frankfurt oder Karlsruhe. Ausgenommen sind dabei allerdings München, Usedom sowie die E-Bike-Stationen im Raum Stuttgart.

Der Praxistest durch die Studierenden startet ab kommenden Montag, wenn die neuen Erstsemester nach Marburg kommen. Bei der offiziellen Präsentation testeten aber auch schon Vertreter der Stadt Marburg und der Stadtwerke Marburg die Bikes an der Rad-Station beim Uni-Hörsaalgebäude.

Und das nicht ohne Grund: Die Stadt Marburg zahlt pro Jahr 39.000 Euro, und die Stadtwerke Marburg steuern noch einmal 20.000 Euro bei. Aufgrund dieser bereits im März 2016 begonnenen Förderung kann der Ausbau des Verleihsystems auf 200 Räder sowie jetzt 29 Stationen beibehalten werden. So können die Mitarbeiter von Stadt und Stadtwerken ebenso wie die Studierenden die Räder eine Stunde am Stück kostenlos nutzen.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) sieht das System als wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur und hofft, dass noch mehr Bürger für Stadtfahrten zeitweise auf das Leihrad umsteigen. Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) hofft perspektivisch auch auf eine Ergänzung der Räder durch E-Bikes und zusätzliche Stationen auf den Lahnbergen.

von Manfred Hitzeroth

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