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Bouleplätze mit mehr Leben füllen

Engagement in den Stadtteilen Bouleplätze mit mehr Leben füllen

In den Marburger Stadtteilen gibt es mit Bouleanlagen und Mehrgenerationengplätze viele Angebote zur Bewegungsförderung. Die Stadt will nun Bürger dazu anregen, diese Plätze auch zu nutzen und mit Leben zu füllen.

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Mehr Bewegung im Alltag: Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (von links), Laura Müller vom Fachdienst Sport und Dr. Petra Engel von der Stabsstelle Altenplanung testen es aus.

Quelle: Patricia Grähling

Marburg. Mehr Begegnung und Bewegung in den Marburger Stadtteilen wünschen sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Dr. Petra Engel von der Stabsstelle Altenplanung. Bouleplätze und Mehrgenerationenspielplätze sollen die Marburger aller Altersklassen daher dazu anregen, sich mehr zu bewegen, die Bewegung in den Alltag zu integrieren – und zugleich Treffpunkte zu haben, gemeinsam etwas zu unternehmen.

Solche Plätze gibt es laut Spies schon in vielen Stadtteilen, andere – etwa in Dagobertshausen – beschäftigten sich derzeit mit dem Thema. „Die Stadt kann ihnen diese Hardware bauen“, sagte Engel. „Aber die Belebung der Plätze muss dann in den Stadtteilen passieren.“ Dafür möchte die Stadt mit Initiativen vor Ort zusammenarbeiten, etwa Nachbarschaftsnetzwerke oder Spaziergruppen, die sich in den vergangenen Jahren in vielen Stadtteilen gebildet haben.

„Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen die Boulebahnen und Bewegungsplätze in Marburg kennen“, so der OB. Niemand würde alleine Boule spielen gehen – deshalb müssten die Menschen in den Quartieren die Flächen als Ort der Begegnung sehen, den sie auch gemeinsam nutzen können.

Ein solcher Ort ist etwa der Mehrgenerationenplatz am Großsportfeld, der von Menschen aller Altersklassen genutzt wird – um dort Kraftsport zu betreiben oder etwas Bewegung spielerisch in den Alltag zu integrieren. „Alle Menschen können die Geräte ohne Anleitung nutzen“, so Engel.

Und ein wenig Bewegung sei auch in Alltagskleidung möglich. „Wir schaffen mit diesen Plätzen Räume für Menschen, die keinen Sport in organisierter Form machen“, sagte Spies. Zugleich schaffe die Stadt Begegnungsstätten für alle Generationen – direkt vor Ort, um die Menschen dort anzuholen, wo sie leben. „Es funktioniert aber nicht, wenn wir jetzt einen Trainer bezahlen, der mit den Menschen dort Übungen macht“, führte Spies weiter aus. Stattdessen müssten die Menschen in den Stadtteilen dazu angeregt werden, sich zu organisieren und Angebote zu schaffen – etwa Boulespiele zu einem festen wöchentlichen Termin.

Um die Menschen verstärkt dazu zu animieren, ihre Ortsteile und die Bewegungsangebote vor Ort zu beleben, hatte die Stadt zu einer Ideenwerkstatt eingeladen. Ortsbeiräte, Vereinsvertreter und interessierte Bürger waren dabei, wie Engel erläutert. Dabei hätten sie viele Ideen gesammelt, etwa eine Neuauflage der Marburger Broschüre „Fit im Grünen“, in der die Bewegungsplätze aktuell verzeichnet werden sollen, damit die Menschen die Orte auch kennenlernen. Auch wolle die Stadt eine Kurzschulung anbieten, um den Bewohnern Wege aufzuzeigen, wie sie in ihren Stadtteilen aktiv werden können.

von Patricia Grähling

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