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Ermittler verfolgen mehrere Ansätze

Brandattacke gegen "Dar Al-Salem"-Moschee Ermittler verfolgen mehrere Ansätze

Nach der Brandattacke gegen die „Dar Al-Salem“-Moschee in der Friedrich-Ebert-Straße verfolgen die Sicherheitsbehörden mehrere Ermittlungsansätze, gehen aber schwerpunktmäßig von einem politisch motivierten Hintergrund aus.

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Die Ermittler gehen nach der Brandattacke gegen die "Dar Al-Salem"-Moschee schwerpunktmäßig von einem politisch motivierten Hintergrund aus.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Fallzahlen im Bereich der rechten Kriminalität sind in Hessen vergangenes Jahr um 133 Straftaten auf 840 Fälle angestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle (455) waren Propagandadelikte; die Zahl rechter Gewalttaten bewegte sich mit 25 Fällen etwa auf dem Niveau von 2015 (21).

Speziell Brandstiftungen stellen für die Polizei eine Herausforderung dar, die Aufklärungsquote ist geringer als bei anderen Straftaten. Die Zahl der gemeldeten Fälle von Brandstiftung im Bundesland ist in den letzten fünf Jahren stetig gesunken: von 1.621 im Jahr 2012 auf 1.335 im vergangen Jahr. Allerdings fiel gleichzeitig laut Polizeilicher Kriminalstatistik auch die Quote der gelösten Fälle von 53 auf knapp 47 Prozent.

Der Moschee-Brandstifter ist jedoch von einer Überwachungskamera gefilmt worden – eine erhöhte Ergreifungs-Chance? Laut Polizei ist die Qualität der Aufnahmen mäßig, Farben der Täter-Kleidung etwa lassen sich nicht erkennen, weshalb nach OP-Informationen derzeit eine digitale Nachbesserung des Materials versucht wird. Von den insgesamt 5.175 Kriminaldelikten in Marburg klärte die Polizei 3.002 Straftaten auf (58 Prozent).

von Björn Wisker

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