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„Bildung für unterschiedliche Menschen“

Neue Vhs-Leiterin „Bildung für unterschiedliche Menschen“

Cordula Schlichte ist ab 1. Oktober die neue Leiterin der Marburger Volkshochschule (Vhs). Sie tritt die Nachfolge von Kirsten Schäfer-Fritz an.

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Cordula Schlichte ist die neue Leiterin der Marburger Volkshochschule.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Mit Tatendrang und Optimismus geht die neue Leiterin der Marburger Volkshochschule ihren neuen Job an. Ab Anfang Oktober ist sie offiziell im Amt. Derzeit ist die 49-Jährige schon dabei, sich in ihre neue Aufgabe einzuarbeiten. In ihrem neuen Büro empfing sie vor wenigen Tagen die OP zu ­einem Gespräch.

Die neue Leiterin der Marburger Volkshochschule lebt schon seit Ende der 80er-Jahre in Marburg. Ursprünglich stammt Cordula Schlichte  aus Hannoversch Münden, einer Stadt in Niedersachsen zwischen Kassel und Göttingen. Doch schon zum Studium kam sie nach dem Abitur nach Marburg – und die Stadt hat sie nicht mehr losgelassen.

Besonders gefallen hat ihr stets die Verbindung zwischen städtischem Flair und Gemütlichkeit, erläutert sie im Gespräch mit der OP. Lange hat sie im Bettenhaus, einem selbstverwalteten studentischen Wohnheim, gelebt und sich dort auch im Vorstand engagiert. Auch ihr Freundeskreis und das Lebensumfeld haben die Mutter einer 20-jährigen Tochter und eines 18-jährigen Sohns in den vergangenen Jahrzehnten dazu bewogen, den Wohnort Marburg nicht zu verlassen. In ihrem Studium der Diplom-Pädagogik beschäftigte sich Cordula Schlichte mit zwei Schwerpunkten: der Erwachsenenbildung und der außerschulischen Jugendbildung.

Klar war ihr bei der Planung ihrer beruflichen Karriere stets, dass sie nicht Lehrerin werden wollte. Zwischenzeitlich arbeitete sie unter anderem einige Jahre lang in einem Projekt der Jugendarbeit in einem Sozialen Brennpunkt in Gießen. In den vergangenen Jahren war sie einerseits am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Marburger Universität für die Praktikums-Vergabe sowie die „Erasmus“-Beratung von ausländischen Studierenden zuständig.

Vorfreude auf Jubiläumsjahr

Zusätzlich hatte sie auch noch eine Stelle an der Volkshochschule des Landkreises Gießen in Lich, wo sie für den Bereich „Kulturelle Praxis in Alltag und Beruf“ verantwortlich war.Es waren also viele Mosaiksteinchen, die dazu führten, dass sich Cordula Schlichte erfolgreich um den Posten der neuen Leiterin der Marburger Volkshochschule bewarb, wo sie jetzt der in den Vorruhestand  ausscheidenden Leiterin,­ Kirsten Fritz-Schäfer, nachfolgt. In Marburg kennt Cordula Schlichte die Volkshochschule übrigens auch schon aus der Perspektive der Teilnehmerin, weil sie an der Bildungseinrichtung unter anderem als Studentin einen Italienisch-Sprachkurs belegte. Eine Volkshochschule in einer Stadt wie Marburg mitzugestalten, reizt sie besonders, wie sie im Gespräch mit der OP sagt. Dieses biete noch einmal mehr Möglichkeiten als bei ­einer Landkreis-Volkshochschule, viele Menschen geballt zu erreichen. Im Jahr 2020 feiert die Volkshochschule Marburg ihren 100. Geburtstag.

Lieblingsreiseziel ist Ligurien

Aus diesem Anlass will Schlichte dann auch ein interessantes Jubiläumsprogramm auf die Beine stellen.

Prinzipiell gefällt Cordula Schlichte an der Institution einer Volkshochschule die Möglichkeit der Teilhabe der Teilnehmer und die grundsätzliche demokratische Struktur, die auch die Mitwirkung der Teilnehmer und der Kursleiter an der Kursstruktur ermöglicht.

„Bildung für möglichst viele­ und unterschiedliche Menschen“: Das wäre ein Motto, ­unter das Cordula Schlichte die ­Arbeit der Volkshochschule stellen möchte. Besonders das lebenslange Lernen sollte unterstützt werden, und das auch von allen politischen Ebenen, meint die neue Vhs-Leiterin. Besonders interessant sei zudem, wie sich eine Volkshochschule in einer Stadt mit einer Hochschule wie Marburg positioniere, Schlichte sieht schon, dass es eine Schnittmenge von Menschen gibt, die die Angebote beider Einrichtungen nutzen. Dennoch sei es aber so, dass es keine Konkurrenz gebe. Im Gegenteil: Cordula Schlichte sieht die Universitätsstadt Marburg als ein tolles Pflaster mit positiven Voraussetzungen für Kooperation und gemeinsame Projekte.

Neben der Leitung der Gesamt-Volkshochschule wird Schlichte von ihrer Vorgängerin auch die Leitung des Programmbereichs Kultur übernehmen. Zusätzlich erhält sie die Möglichkeit, auch selber einen Kurs zu leiten. Eine Möglichkeit, die sie durchaus interessant findet. Was für einen Kurs sie gegebenenfalls leiten wird, darüber hat sie allerdings noch nicht entschieden. Allerdings ist es klar, dass sie durch ihre Tätigkeit an der Universität auch Erfahrung in der Leitung von Seminaren vorweisen kann.

Zu ihren Hobbys zählt die ­Diplompädagogin ganz klassisch Lesen und Reisen. So liegt ihr Lieblingsreiseziel in der ­italienischen Region Ligurien an der französisch-italienischen Grenze. Besonders gefällt ihr daran, dass es dort sowohl Meer als auch Berge gibt. Zur Entspannung liest sie gerne Krimis, aber auch aktuelle Belletristik. Zudem hat sie sich jetzt auch ausgiebiger mit Literatur aus dem ostafrikanischen Staat ­
Kenia beschäftigt, weil ihre Tochter dort ein Jahr gelebt hat.

von Manfred Hitzeroth

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