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Bahn stellt ICE-Strecke in Aussicht

Aufwertung für Bahnhof Marburg Bahn stellt ICE-Strecke in Aussicht

Die Bahn erwägt, die Fernverbindung Stralsund – Hamburg – Karlsruhe aufzuwerten und zu einer ICE-Verbindung auszubauen.

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Mit dem ICE könnte es künftig vom Marburger Hauptbahnhof aus schneller nach Frankfurt, aber auch in Richtung Norden gehen.

Quelle: Boris Roessler

Marburg. Das geht aus einem Schreiben von Birgit Bohle, der Vorstandsvorsitzenden der DB Fernverkehr AG, an den Bundestagsabgeordneten Sören Bartol hervor, das der OP vorliegt. Demnach prüft die Bahn derzeit, was mit den ICE-Zügen der ersten Generation (ICE-T) geschehen soll, die im Lauf des nächsten Jahres durch die jüngste ICE-Generation, den ICE 4, abgelöst werden sollen.

Dabei sind, so schreibt Bohle, verschiedene Einsatzszenarien denkbar. Eines davon sieht den Einsatz von ICE-1-Zügen auf der Strecke Stralsund – Hamburg – Karlsruhe ab Ende 2018 vor. Anders formuliert: Die Strecke, an der auch der Marburger Hauptbahnhof angefahren wird, würde zur ICE-Strecke hochgestuft  – die Verbindungen nach Süden und Norden würden etwas schneller werden, das Reisen bequemer. Die mehr als 40 Jahre alten Waggons der IC-Klasse würden durch vergleichsweise neue, nämlich nur 15 Jahre alte ICE-1-Züge ersetzt.

Die Bahn erwartet von einer solchen Entscheidung insbesondere Qualitätsverbesserungen: „Klimaanlagen, Türen und Antriebe sind messbar zuverlässiger als bei den IC-Wagen aus den 70er-Jahren“, schreibt Bohle.

Zudem würden kostenloses WLAN, drei Fahrradstellplätze sowie eine durchgehende Bewirtung in einem Bordrestaurant angeboten werden. Derzeit gibt es in Richtung Norden ab dem Bahnhof Hamburg kein Restaurationsangebot.

Tarife etwa für Semesterticket oder Kombiticket mit RMV müssten besprochen werden, schreibt Bohle an Bartol. Zudem müsste eine Lösung für den Bahnhof Treysa gefunden werden, der einen höheren Bahnsteig braucht.

„Ich freue mich sehr, dass mit dem ICE-Halt in Marburg ab 2018 ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung zu gehen scheint“, kommentierte Sören Bartol. „Damit erhöht sich die Attraktivität unserer Universitätsstadt Marburg, und mehr Menschen werden umweltfreundlich mit der Bahn reisen.“ Das sei der Erfolg „langjähriger gemeinsamer Arbeit in der Region Marburg-Biedenkopf“ und intensiver Gespräche mit der Bahn.

Derzeit fahren täglich zwölf Intercity-Züge auf der Strecke Stralsund – Hamburg – Karlsruhe, seit Ende 2016 ist auch Stadtallendorf IC-Halt. Eine erste Auswertung der Bahn im Sommer ergab jedoch, dass der IC-Halt Stadtallendorf schlecht angenommen wurde.

von Till Conrad

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