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Ausländische Studierende willkommen

Gemeinschaftsprojekt Ausländische Studierende willkommen

„Unsere Stadt – unsere Uni“: Das ist der Titel ­eines Gemeinschaftsprojektes, das den Kontakt zwischen Marburgern und ausländischen Studierenden intensivieren soll.

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Sie freuen sich über das Projekt (von links): Brigitte Bohnke, Sarah Hürten, Goarik Gareyan-Petrosjan, Katja Kirsch, Elke Siebler, ­Rebecca Thomas, Dr. Carmen Feld und Johannes Weinreich.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Die Idee zu dem ­Gemeinschaftsprojekt hatte­ ­Johannes Weinreich, der in der Uni-Verwaltung bereits seit vier Jahren ausländische Doktoranden berät. Er hat beobachtet, dass diese Studierenden aus dem Ausland es in Marburg schwer haben, Kontakte außerhalb des Uni-Milieus zu finden. Es falle ihnen schwer, Anschluss zu finden und in Marburg „mehr als die Hörsäle zu sehen, berichtete Weinreich bei einem Pressegespräch. Dabei könnten Kontakte zu den Marburgern schon dazu beitragen, die aktive Sprachkompetenz der Studierenden in der Sprache­ ­ihres Gastlandes deutlich zu verbessern.

Wie so etwas auch besser funktionieren kann, das hat Weinreich als Austauschstudent in den USA erlebt. Dort gab es Bürger, die die ausländischen Studierenden schon am Anfang ihres Aufenthaltes Hilfestellungen auch in ganz praktischen Dingen des Alltags gaben. „So hat jemand mit mir im Wal-Mart Bettwäsche gekauft“, erinnert sich Weinreich. Etwas Besonderes sei auch die Einladung zu einer Wahlparty gewesen, bei der er Kontakt zur ganz normalen Bevölkerung bekommen habe.

So etwas Ähnliches  schwebt Weinreich und seinen Mitstreitern vom Projekt „Unsere­ Stadt; Unsere Uni. International und weltoffen“ jetzt auch vor, und zwar in institutionalisierter Form. Von ­Kochabenden über gemeinsame Sportaktivitäten und Hilfe bei Verwaltungs­gängen oder Einladungen an Feiertagen wie Weihnachten könnte es eine breite Palette an Möglichkeiten geben.

Mehrwert für Marburger

Auch für die an dem Projekt beteiligten Marburger könnte­ es dabei einen Mehrwert geben. So könnten neue Freundschaften entstehen und eventuell auch eigene Fremdsprachenkenntnisse aufgefrischt werden. Gesucht werden nun „alle, die etwas von der Stadt teilen wollen“, erläutert Weinreich.

Mit im Boot sind  neben dem „International Office“ der Philipps-Universität und der Stadt Marburg auch die Freiwilligenagentur Marburg. „Wir wollen mit diesem Projekt vor allem diejenigen ansprechen, die länger als ein, zwei Semester in Marburg sind“, erläutert Carmen Fels vom „International Office“.

Erst seit Januar dieses Jahres studiert Rebecca Thomas aus dem US-Bundesstaat Wisconsin in Marburg. Aber die junge Frau zeigt sich jetzt schon begeistert von der Idee, die hinter dem Projekt steckt. „Ich möchte Kontakt mit Marburgern finden und ein Teil der Marburger Gemeinschaft sein“, erzählt sie bei der Pressekonferenz. Zudem fände sie es auch interessant wie zuhause in den USA auch hier Kontakt mit Menschen aller Generationen zu haben. Einen Anfang hat sie selber übrigens schon gemacht, indem sie regelmäßig die Veranstaltungen einer Kirchengemeinde besucht. Bei ihren ausländischen Kommilitonen hat sie allerdings bemerkt, dass diese häufig nur Seminare in der Universität belegen, die auf Englisch abgehalten werden und oft nur Kontakte zu ausländischen Studierenden pflegen.

Geplant sind jetzt zwei Informationsveranstaltungen: für Marburger und für Studierende.

  • Auftakt ist am Dienstag, 6. ­Juni, ab 18 Uhr  im Historischen Rathaussaal am Marktplatz. Dort können interessierte Marburger ihre Ideen vorstellen. Im Oktober zum Auftakt des Wintersemesters veranstaltet das „International Office“ dann ­eine ähnliche Veranstaltung für Studierende.

von Manfred Hitzeroth

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