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Assad mit Gasmaske neben toten Kindern

Demonstration Assad mit Gasmaske neben toten Kindern

40 Teilnehmer hatte am Sonntagnachmittag vor der Kunsthalle eine Demonstration gegen den Giftgasangriff vom 4. April auf den syrischen Ort Khan Sheikhun mit wohl mindestens 86 Toten.

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Da bei Giftgasangriffen auch Kinder ermordet wurden, legten sich einige Kinder in „Leichentüchern“ auf den Boden.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Aufgerufen zum Protest hatte das „Organisationskomitee der Syrischen Revolution Marburg“.

Einige Teilnehmer schwenkten die alte grün-weiß-schwarze Nationalflagge Syriens, die Flagge der Unabhängigkeit von 1932, die vor der Machtergreifung der Baath-Partei 1963 in Gebrauch war. Viele trugen kleine Protestplakate, die zum Beispiel Präsident Baschar al-Assad mit Gasmaske und Messer neben einem Foto von getöteten Kindern zeigten.

Um die Situation in Syrien darzustellen, dass bei diesem und früheren Giftgasangriffen Zivilisten, vor allem auch Kinder, getötet wurden, legten sich einige Kinder in „Leichentüchern“ auf den Boden. In Redebeiträgen sowie auf ausgeteilten Handzetteln wiesen die Demonstranten darauf hin, dass deutsche Unternehmen bis 2011 große Mengen an Chemikalien, die für die Herstellung des Nervengiftes Sarin verwendet werden können, sowie Anfang der 80er-Jahre Material zum Bau von Giftgas-Fabriken nach Syrien und Irak geliefert hätten. Damit trage Deutschland eine Mitverantwortung dafür, das Töten zu stoppen.

Weiter wurde gesagt, statt viel Geld dafür aufzuwenden, die EU-Grenzen gegen Flüchtlinge dicht zu machen, solle man einen „Sicherheitsort“ in Syrien schaffen, damit die Menschen dort bleiben könnten.

Assad habe bereits 167 Mal Giftgas eingesetzt, auch Napalm habe Frauen und Kinder getroffen. Er sei ein Kriegsverbrecher, mit dem man nicht verhandeln könne.

Assad müsse weg und Russland müsse raus aus Syrien.

von Manfred Schubert

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