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An Straßen zu sparen, könnte teuer werden

Instandhaltung An Straßen zu sparen, könnte teuer werden

Mit Schlaglöchern auf Marburgs Straßen ist es wie mit einem Loch im Zahn: Je länger man die Reparatur aufschiebt, desto schlimmer die Schäden und umso teurer wird die Füllung.

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Nach dem Winter werden Schlaglöcher mit Asphalt aufgefüllt, ­bevor sie immer größer werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In dem ab 2017 für fünf Jahre geltenden Investitionsprogramm gibt es eine Reihe an Straßenbauprojekten, die mit Priorität angegangen werden sollen (die OP berichtete). Aufgrund der schlechten Haushaltslage werde sich die Fortschreibung dieses Programms insgesamt nach hinten verschieben, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle.

„Wir müssen da dranbleiben. Man kann bewilligte Fördermittel zwar meist aufschieben, aber jedes Projekt, das auf Eis gelegt wird, verzögert andere“, sagt Kahle. So sollen in Kürze die Bauarbeiten an der Afföllerbrücke für Fußgänger und Radfahrer beginnen. Kahle warte nur noch auf ein Signal vom Stadtparlament.

Der Haushaltsansatz für die Instandhaltung der Straßen, Wege und Plätze (siehe Kasten) wurde für das laufende Jahr von 1,72 auf 1,4 Millionen Euro gekürzt. Auch für DBM-Aufträge in diesem Feld wurden knapp 150 000 Euro weniger angesetzt als im Vorjahr. Die Mittel für die Rad- und Fußwege sollen ebenfalls reduziert werden.

Kahle hofft, dass nicht noch mehr gespart werden muss. „Das geht sicherlich mal, sollte aber kein Dauerzustand werden, sonst kommt man irgendwann nicht mehr hinterher“, sagt der Bürgermeister. Trotz des gefühlt milden Winters seien die Marburger Straßen nicht ungeschoren davongekommen. „Aus kleinen Löchern werden schnell Krater,­ wenn man sie nicht mit Asphalt schließt“, sagt Kahle. Die grundhafte Sanierung von Straßen dürfe man nicht zu lange aufschieben – die Unterhaltung werde sonst immer teurer.

Die OP sucht die schlimmsten Schlaglöcher auf Marburgs Straßen. Schicken Sie uns eine Mail an feedback@op-marburg.de. Straßenschäden und andere Mängel können Sie der Stadt unter https://maengelmelder.marburg.de melden.

von Philipp Lauer

Hintergrund

Der Haushaltsansatz zur ­„Instandhaltung von Straßen, Wegen, Plätzen“ liegt für 2017 bei 1,4 Millionen Euro. Zusätzlich vergibt die Stadt Aufträge in Höhe von 1,14 Millionen an den DBM. Zahlen in Klammern.

  • 748 000 Euro für Straßenbau (832 000 Euro)
  • 220 000 Euro für Brücken, Mauern, Stege (15 000 Euro)
  • 120 000 Euro für Verkehrssicherung (168 000 Euro)
  • 310 000 Euro für Straßenbeleuchtung
  • 2 000 Euro für Bänke und sonstiges
  • Weitere Aufträge DBM (99 000 Euro)

2016 waren 1,72 Millionen für die Instandhaltung angesetzt. 2015 hat die Stadt laut vorläufigem Rechenergebnis 1,64 Millionen dafür ausgegeben.

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