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Als erstes werden die Fenster ausgetauscht

Bettenhaus Als erstes werden die Fenster ausgetauscht

„Seit zehn Jahren unterhalten wir uns über die Sanierung des Bettenhauses“, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) während der Übergabe des Förderbescheids von 150 000 Euro der Stadt an die Universität.

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Dr. Thomas Spies (Mitte) und Dr. Franz Kahle (rechts) übergeben den Förderbescheid an Maja ­Turba, Clizia Conti (Dritte von rechts) und an weitere Vorstandsmitglieder des Trägervereins Bettenhaus sowie an Thomas Boland.

Quelle: Melanie Weiershäuser

Marburg. Das selbstverwaltete Studentenwohnheim Bettenhaus in der Emil-Mannkopff-Straße in Marburg kann nun in mehreren Schritten saniert werden. „Wir sind seit mehr als 30 Jahren ein selbstverwaltetes internationales Wohnprojekt, das bezahlbaren Wohnraum für rund 60 Studierende zur Verfügung stellt.

Im ersten Schritt werden nun die Fenster im gesamten Gebäude ausgetauscht. Dies ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, sagte Clizia Conti in Vertretung für den Trägerverein. Ihr herzlicher Dank geht dabei besonders an Bürgermeister Kahle, der von Anfang an das Projekt unterstützt hat. Sein Engagement werde sie vermissen.

Nach vielen Diskussionen um die Sanierung der Immobilie haben Stadt, Universität und Trägerverein nun eine Sanierung in mehreren Schritten vorgesehen. Die Stadt hat angekündigt, sich 2017 mit 150 000 Euro und 2018 erneut mit 150 000 Euro an den nächsten Sanierungsschritten zu beteiligen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Zuschuss seitens der Stadt endlich die notwendige umfassende Sanierung anstoßen können“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD).

„Marburg existiert in der Tradition des Disputs um Weltanschauungen“

„Das Bettenhaus ist aus der Universitätsstadt Marburg nicht mehr wegzudenken.“ Es gehöre als Teil der alternativen selbstverwalteten Strukturen und der Tradition der streitbaren Auseinandersetzung in Marburg genauso zur Stadt wie die Elisabethkirche und das Schloss. „Marburg existiert in der Tradition des Disputs um Weltanschauungen“, sagte Spies mit Verweis auf die Marburger Religionsgespräche, das Lutherjahr und das Reformationsjubiläum. „An der freundlichen Zuneigung der Stadt für das Bettenhaus wird sich auch in Zukunft nichts ändern“, versicherte Spies den Vertretern des Trägervereins und der Philipps-Universität.

„Wir sind glücklich über kleine Schritte der Sanierung und freuen uns, dass die Stadt Wort gehalten hat“, sagte Maja Turba, Leiterin der Abteilung Bauwesen und Sicherheitstechnik der Philipps-Universität.

Das Bettenhaus ist ein Wohnheim für Studierende, das 1985 aus der Besetzung eines leerstehenden Klinikgebäudes im Marburger Nordviertel entstand. Später schloss das Land Hessen mit dem von den Bewohnern gegründeten Trägerverein einen Nutzungsvertrag. Seitdem ist das Bettenhaus ein selbstverwaltetes Studentenwohnheim. Seit der Schließung des Collegiums Gentium in der Gutenbergstraße ist das Bettenhaus das einzige vollständig selbstverwaltete Wohnheim in Marburg.

von Melanie Weiershäuser

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