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300 Frauen demonstrieren für mehr Rechte

Internationaler Frauentag 300 Frauen demonstrieren für mehr Rechte

Rund 300 Teilnehmerinnen hatte die Demonstration aus Anlass des Internationalen Frauentags 
in Marburg.

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Der Demonstrationszug am Frauentag führte durch regennasse Straßen vor die Stadthalle. Foto:

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Für ein Mehr an Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen: Das waren zwei der zentralen Ziele der Frauendemonstration. Eingela­den hatten die Frauenbeauftragten von Stadt, Kreis und Uni sowie zahlreiche Frauenorganisationen. Insgesamt neun Rednerinnen waren zu hören.

Demo zum Weltfrauentag in Marburg.

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Die Demonstration hatte bei heftigem Wind, kalten Temperaturen und Regen am Hauptbahnhof begonnen. Dennoch ließen sich die Teilnehmerinnen ihren Elan nicht dadurch vermiesen. „Schlechtes Wetter, harte Zeiten, für den Feminismus streiten“: Diesen Slogan skandierten einige Demonstrantinnen mit Begeisterung. Und eine Rednerin bei der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof fragte ironisch, ob wohl ein Mann für das schlechte Wetter am Frauentag verantwortlich gewesen sei.

Insgesamt herrschte aber eine kämpferische und teilweise ausgelassene Stimmung. Uni-Frauenbeauftragte Nina Schumacher freute sich über den trotz des schlechten Wetters großen Zuspruch und freute sich darüber, dass auch Dr. Christine Amend-Wegmann (Frauenbeauftragte der Stadt Marburg) und Claudia Schäfer (Frauenbeauftragte des Kreises) gemeinsam mit ihr zu der Veranstaltung eingeladen hatten.

Gewerkschafterin weist auf ungleichen Lohn hin

Die drei Frauenbeauftragten zitierten abwechselnd aus dem Demo-Aufruf mit dem Motto „Wir sind viele, wir sind stark!“. Darin hieß es unter anderem, dass die Gleichberechtigung viele Facetten habe. „Gewalt gegen Frauen dürfe auf keinen Fall geduldet werden“, hieß es weiter. Für dieses Statement gab es viel Beifall.

Eine Sprecherin des Marburger Ausländerbeirates machte deutlich, dass es besonders wichtig sei, für die Rechte der geflüchteten Frauen zu kämpfen und sagte: „Frauen können noch stärker werden, wenn sie zusammen kämpfen.“ Diese Aufforderung zog sich wie ein roter Faden durch weitere Reden am Bahnhof, sowie bei einem Zwischenstopp am Firmaneiplatz und bei der Abschlusskundgebung vor der Stadthalle.

Eine Sprecherin des Autonomen Frauen/Lesben-Referats 
des Asta forderte eine Gesellschaft, in der Gewalt gegen Frauen geächtet werde und machte klar, dass sich Frauen gegen Vergewaltiger auch mit Schlägen und Tritten wehren müssten.

Marianne Wölk von der Gewerkschaft „Verdi“ machte deutlich, dass arbeitende Frauen im Alltag immer noch nicht gleichberechtigt seien. Eine Folge der ungerechten Entlohnung sei die Altersarmut von Frauen. Es müsse aber eine Existenzsicherung für Frauen geben. Auch Vertreterinnen weiterer Initiativen und Organisationen ergriffen noch das Wort – vom Mütterzentrum bis zur Initiative „Medi-Netz“ und dem Ausländerbeirat Stadtallendorf.

von Manfred Hitzeroth

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Aktionsplan zur Gleichstellung
Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk (von links), Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Gleichstellungsbeauftragte Dr. Christine Amend-Wegmann, die persönliche Referentin des OB Elke Siebler, Laura Griese, Referentin für die EU-Charta, und der studentische Mitarbeiter Jannis Löwe stellen den Aktionsplan für Gleichstellung in Marburg vor.

Die Stadt Marburg möchte Vorbild sein und sich stärker für die Gleichstellung von Männern und Frauen engagieren. Dazu hat die Verwaltung einen Aktionsplan mit konkreten Plänen erstellt.

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