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Burschenschafter feiern unter sich

200 Jahre Wartburgfest Burschenschafter feiern unter sich

Die Stadt Eisenach und die Polizei gehen von einem ruhigen Wochenende aus. Die Deutsche Burschenschaft feiert an ihrem Denkmal unter sich.

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Auf der Wartburg werden am Wochenende keine Veranstaltungen stattfinden. Am im Vordergrund liegenden Denkmal trifft sich die Deutsche Burschenschaft.

Quelle: Michael Reichel (Arifoto Ug)

Eisenach. Zum 200. Mal jährt sich das Wartburgfest in Eisenach. Polizei und Stadt erwarten keine Unruhen, denn: Auf der Wartburg selbst finden an diesem Wochenende keine Veranstaltungen statt, erklärte Andreas Volkert, der Pressesprecher der Wartburg-Stiftung. „Vergangene Woche fand aber eine wissenschaftliche Tagung zum Thema Deutsche Burschenschaft in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität aus Jena statt“, sagte Volkert.

Der Dachverband Deutsche Burschenschaft, dem immer wieder rechtsextremes Gedankengut vorgeworfen wird, darf ohnehin nicht mehr auf die Wartburg. Seit 2014 untersagt die Stiftung das. Die Burschenschafter treffen sich stattdessen am Burschenschaftsdenkmal in Eisenach unter sich – die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

Geplante Gegendemonstrationen sind den Behörden bislang aber nicht bekannt. „Es sind keine Gegenveranstaltungen oder Versammlungen angekündigt worden“, teilte Karin Köhler, die Pressesprecherin der zuständigen Landespolizeiinspektion Gotha, mit. „Gleichwohl sind wir vorbereitet, um gegebenenfalls bei Störungen eingreifen zu können.“

Auch der Stadt liegen keine Informationen zu Gegenprotesten vor. „Davon ist uns nichts bekannt“, sagte die Pressesprecherin Petra Lürtzing. Zwar habe es im Vorfeld Koordinierungsgespräche gegeben. Nachdem diese aber beendet wurden, sei nun der Veranstalter zuständig, betonte Lürtzing.

Die Stadt hält sich ohnehin aus den Feierlichkeiten der Burschenschafter heraus. „Seit mehreren Jahren“, sagte Lürtzing, habe man keine städtischen Einrichtungen mehr an die Deutsche Burschenschaft vermietet. Obdachlos werden die Burschenschafter am Wochenende aber wohl nicht bleiben. In der Nähe zum Burschenschaftsdenkmal gäbe es auch private Hallen. „Dort werden wohl die meisten Veranstaltungen der Burschenschaft stattfinden“, erläutert Lürtzing.

von Tobias Kunz

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