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12 683 Euro für Kampf gegen Hunger

Jugendliche sammeln Spenden 12 683 Euro für Kampf gegen Hunger

Das gesammelte Geld soll Menschen in Afrika ­helfen, die unter einer ­unfassbaren Hunger­katas­trophe leiden.

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Vertreter der Spendensammler und der Spendenempfänger mit den drei symbolischen Schecks.

Quelle: Felix Busjaeger

Marburg. Tagtäglich leiden weltweit viele Millionen Menschen an Hunger. In großen Teilen von Afrika haben die Einwohner mit Dürren zu kämpfen, Tiere verenden und es gibt gewaltige Ströme an Binnenflüchtlingen. In Flüchtlingslagern wird versucht, den ­Bedürftigen eine Grundversorgung zu ermöglichen.

Damit Hilfsorganisationen vor Ort weiterhin aktiv werden­ ­können, haben Marburger ­Jugendliche mit zwei Aktionen Spendengelder gesammelt, die drei Organisationen zugutekommen.

Im Stadtjugendring wurde­ ­ein Spendenlauf geplant, der am 30. Juni im Georg-Gaßmann-Stadion stattfand. Aus rund 14 ­Jugendgruppen hatten sich ­Jugendliche gemeldet, die für ­jede erlaufene Runde von ­einem Sponsor Geld bekommen ­haben. Die rund 50 Läufer haben innerhalb von zwei Stunden eine Summe von 11 773 Euro erlaufen.

Die angegliederte Pfandaktion­ „Dein Pfand gegen Hunger in Afrika“ der Jugendgruppe „TeenZone“, bei der eine Woche lang an neun Schulen und sechs weiteren Standorten Flaschen und Kisten gesammelt wurden, war die zweite Aktion, um Geld zu sammeln. Insgesamt kamen dabei mehr als 6 000 Flaschen zusammen, die nochmal 910 Euro einbrachten.

Bereits vor den Aktionen ­wurde entschieden, dass das gesammelte Geld Menschen in Afrika helfen soll, die unter ­einer ­unfassbaren Hungerkatas­trophe leiden. Schließlich entschied man sich, drei Hilfsorganisationen zu unterstützen, zu denen die Jugendlichen eine persönliche Bindung haben.

Ein Drittel der Spende geht an die Kindernothilfe, die bereits mehr als 600 Projekte in 31 Ländern betreut hat. Seit 1961 ist sie auch in Afrika aktiv. Vor Ort arbeitet der Verein mit lokalen Partnern zusammen und engagiert sich momentan in Äthiopien und Somaliland. „Wir waren von eurem großen sozialen Engagement und von eurer Idee stark beeindruckt“, sagte Sieglinde Bingham und dankte den Jugendlichen. Sie erklärte, dass durch die Spende die Grundversorgung von Hungerleidenden unterstützt wird.

Hochkalorische Nahrung für ausgemergelte Kinder

Unter anderem sollen von dem Geld sauberes Trinkwasser, Grundnahrungsmittel, sowie Hygieneartikel angeschafft werden.

Ein weiteres Drittel geht an World Vision. Neben der Grundversorgung setzt sich die Organisation auch in der Katastrophenhilfe ein und versucht, aktiv Einfluss auf die Politik zu nehmen, um in Krisengebieten mit größerer und nationaler Unterstützung helfen zu können. Aufgrund der Hungerkatastrophe hat man momentan mit einer großen Anzahl von Binnenflüchtlingen zu kämpfen, die vor der Dürre fliehen und völlig ausgemergelt in den Camps ankommen. Die müssen zunächst mit hochkalorischer Nahrung aufgepäppelt werden. Insbesondere Kinder sind betroffen.

Die dritte Spende geht an Ärzte ohne Grenzen, die sich ebenfalls in Afrika stark engagieren. Dabei setzt man auf eine Kombination aus lokalen und internationalen Mitarbeitern. Ärzte­ ohne Grenzen versucht, eine­ hochwertige und effiziente ­
Gesundheitsversorgung für ­Bedürftige zu ermöglichen. Ein großes Aufgabenfeld ist dabei­ die Behandlung von unterernährten Kindern.

Dr. Amala Neelsen zeigte den Jugendlichen, dass man mit der erhaltenen Spende zirka 4 000 Geflüchtete drei Monate lang mit den wichtigsten Medikamenten versorgen oder rund 180 mangelernährte Kinder für vier Wochen mit therapeutischer Fertignahrung aufpäppeln könnte.

von Felix Busjaeger

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