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„Wir bauen am europäischen Haus“

Europawoche „Wir bauen am europäischen Haus“

„Europa hat etwas mit uns im Waldtal zu tun“, erklärte Christina Hey, ­Geschäftsführerin des Arbeitskreises Soziale Brennpunkte Marburg (AKSB).

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Der Arbeitskreis Soziale Brennpunkte Marburg und das St.-Martin-Haus weihten gemeinsam mit Gästen eine Wohnung im Försterweg ein, deren Räume künftig für verschiedene Projekte genutzt werden.

Quelle: Freya Altmüller

Waldtal. Der Europäische Sozialfonds fördere die arbeitsmarktpolitischen Programme „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) und „Jugend stärken im Quartier“ (JUSTIQ). Beide haben zum Ziel, Menschen in Schule und Arbeit zu bringen und richten sich dabei an unterschiedliche Altersgruppen. Im Waldtal veranstaltet neben dem AKSB auch das St.-Martin-Haus Projekte im Zusammenhang mit diesen Programmen. Sie sind Teil des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“, an dem der Stadtteil seit 2014 teilnimmt.

Weil die Räume im Waldtal dafür zu eng geworden seien, habe man von der Gemeinnützigen Wohnungsbau Gesellschaft (Gewobau) eine leerstehende Wohnung zur Verfügung gestellt bekommen, berichtete Hey. Anlässlich der am Sonntag zu Ende gehenden bundesweiten Europawoche wurde sie im Försterweg eingeweiht. Motto der Feierstunde war daher: „Wir bauen am europäischen Haus“.

„Man muss immer wieder auch Jugendliche für die europäische Idee gewinnen“, erklärte Bürgermeister und Jugenddezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) bei der Eröffnung. Die EU stelle einen Zugewinn dar, Menschen könnten sich beispielsweise ihren Wohnort frei aussuchen und ein Arbeitsverhältnis begründen, wo sie wollten. Damit das so bleibe, müsse der Gedanke in die nächsten Generationen weitergetragen werden. Auch zum Frieden in Europa habe die Union ganz wesentlich beigetragen. Lisa Neusser, Mitarbeiterin im BIWAQ-Programm, erklärte, die Wohnung sei von Teilnehmern einer Heimwerker-Qualifizierung gestaltet worden. Unter Anleitung von zwei Fachleuten der Praxis GmbH, die sich für die Qualifizierung und Beschäftigung von Arbeitslosen einsetzt, hätten sie gelernt, zu tapezieren, eine Küche zu installieren und Lampen anzubringen. Genutzt werden sollen die Räume zunächst für ein Nähcafé und einen wöchentlich stattfindenden Kochkurs. Auch ein Raum für die Beschäftigung von Kindern steht zur Verfügung. Aber auch von Bewohnern des Waldtals, die für ihre Gruppentreffen Platz suchten, solle die Wohnung genutzt werden können.

von Freya Altmüller

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