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Umgehungsstraße wird gesperrt

Verkehr Umgehungsstraße wird gesperrt

In den Sommerferien wird die Cappler Umgehungsstraße gesperrt. Dann wird die Marburger Straße zur Umleitung, bevor dort im September die Bauarbeiten weitergehen. Die Geschäfte sollen immer zugänglich bleiben.

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Noch ist der erste Bauabschnitt in der Marburger Straße eine große Baustelle. Bis zu den Sommerferien soll sie aber wieder für den Verkehr freigegeben werden – dann wird die Umgehungsstraße von Cappel gesperrt. Die Pläne stellten am Mittwoch die Vertreter der Stadt und der Baufirmen den Anliegern und Geschäftsinhabern in Cappel vor.

Quelle: Patricia Graehling

Cappel. Die grundhafte Sanierung der Marburger Straße in Cappel ist ein Kraftakt - für die Stadt, für die Anwohner und den Durchgangsverkehr, ebenso wie für die ansässigen Geschäftsleute. Und die Arbeiten werden - in mehreren Bauabschnitten - noch bis Ende 2018 andauern. Damit liegen sie aber im Plan. Der erste Bauabschnitt von der Einmündung Schubertstraße­ bis zur Simmestraße ist laut Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies nun fast abgeschlossen. Bis zu den Sommerferien solle­ dieser Abschnitt wieder freigegeben werden. Dann gibt es andernorts eine neue Vollsperrung.

Leitungen in der Straße „Zur Aue“ werden gemacht

„Anders als geplant werden die Stadtwerke in der Straße ,Zur Aue‘ zwischen der Marburger Straße und der Umgehungsstraße neben dem Kanal nun auch die Wasserleitungen machen“, kündigte Bauamtsleiter Jürgen Rausch an. Das sei nur mit einer Vollsperrung möglich - in der Straße „Zur Aue“ und der Umgehungsstraße. Um möglichst wenig Verkehr zu behindern, werde dieser Bauabschnitt daher vorgezogen und in den Sommerferien umgesetzt. „Ziel ist es, dass die Sperrung in der Umgehungsstraße nur drei Wochen andauert“, erklärte Rausch. Allerdings sei es eine Herausforderung, weil alte Bestandspläne nicht alle bestehenden Leitungen genau aufzeigen. Der Verkehr soll während der Sperrung der Umgehungsstraße dann durch die kurzzeitig baustellenfreie Marburger Straße umgeleitet werden.

Nach den Sommerferien geht es dann in der Marburger Straße weiter: Im September wird laut Rausch der Abschnitt von Einmündung „Zur Aue“ bis zur Simmestraße angepackt. Dieser Abschnitt werde eine besondere Herausforderung, da hier viele Geschäfte angesiedelt sind. „Wir müssen da sehr individuelle Lösungen finden“, so Rausch. Die Baustelle wandere ja auch, so seien etwa eine teilweise Befahrung und Parkplätze im Bauabschnitt denkbar. „Klar ist, dass der gesamte Bauabschnitt immer zu Fuß zugänglich ist. Nur vielleicht kommt man nicht immer mit dem Auto bis vor die Tür“, betonte der OB.

Dieser zweite große Bauabschnitt soll laut Rausch etwa ein dreiviertel Jahr andauern - also bis Mitte 2018. Im letzten halben Jahr werde dann die Marburger Straße in den alten Ortskern hinein in zwei Bauabschnitten saniert.

„Wir müssen die Hausanschlüsse erneuern. Das ist sehr aufwändig“, erklärte er den Geschäftsleuten, die sich von der Dauer der Baustelle überrascht zeigten. Mit drei bis vier Monaten Sperrung in ihrem Bauabschnitt hätten sie gerechnet. „Das ist eine lange Zeit für uns. Da können wir das Weihnachts- und das Ostergeschäft streichen“, sorgten sie sich bei einem Termin an der Baustelle. Und forderten Unterstützung der Stadt - die öffentlich kommunizieren solle, dass alle­ Geschäfte weiterhin erreichbar blieben. Der OB schlug den Geschäftsinhabern daher vor, dass das Stadtmarketing Kontakt aufnehme, um die Inhaber zu unterstützen und eine Werbe­strategie mit ihnen auszuarbeiten. Ortsvorsteher Heinz Wahler schlug zudem vor, dass die Geschäftsleute bereits jetzt ihre­ Kunden mit Flyern und in Gesprächen auf die Baustellensituation vorbereiten könnten.

„Wir haben hier eine sehr lange Stoßdämpfer-Teststrecke“

Robert Georgi von der bauausführenden Firma forderte die Anlieger zudem auf, bei Problemen und Anregungen immer direkt das Gespräch zu ­suchen. Laut Bürgermeister Dr. Franz Kahle funktioniere die Kommunikation im ersten Bauabschnitt reibungslos - die Geschäftsleute dort reagierten unterschiedlich: Zum Teil sehr zufrieden, zum Teil gebe es Klagen über Umsatzeinbußen. „Aber es geht nichts daran vorbei, dass wir das Geplante für diese Straße umsetzen müssen“, so Kahle.

„Wir haben hier eine sehr lange Stoßdämpfer-Teststrecke“, sagte Spies. Ein Bauprojekt dieser Größenordnung sei nicht nur für die Anlieger lästig, sondern erschwere es natürlich auch den Kunden, zu den Geschäften zu kommen. „Durch die Umgestaltung wird die Marburger Straße aber auch eine große Aufwertung erfahren.“ Insgesamt würden etwa 4,7 Millionen Euro in die Marburger Straße investiert: 2,1 Millionen seitens der Stadt mit einem Landeszuschuss von mehr als 700000 Euro, sowie 2,6 Millionen Euro seitens der Stadtwerke Marburg, die Leitungen, Kanäle und Hausanschlüsse unter der Straßendecke erneuern. „Wir bauen 8,2 Kilometer Trassen und machen fast 400 Hausanschlüsse“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Kühne.

„Die Stadt mutet Cappel einiges zu“, sagte der Ortsvorsteher. „Aber eigentlich muss es sein, und die Fertigstraße ist nunmal noch nicht erfunden.“

von Patricia Grähling

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