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Tierheim- und Privathunde wetteifern

Sommerfest Tierheim- und Privathunde wetteifern

Sonne pur beim Sommerfest im Tierheim: Mehrere hundert Besucher kamen teilweise mit ihren Hunden ins Industriegebiet Cappel.

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An der Fühlstation galt es für die Kinder, das richtige Tier zu erraten.

Quelle: Ingrid Lang

Cappel. Aus Rücksicht auf die Tiere blieben die Zwinger und das Gehege des Hunde- und Katzenhauses für die Besucher geschlossen. Die Tierheimbewohner waren aber durch die Fenster und Türen zu sehen.

Das Tierheim-Team bot mit seinen Helfern ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Aktionen und Unterhaltung. Zudem gab es auf dem gesamten Gelände verteilt Stände, die unter anderem über ein Überwachungssystem für Haustiere und die Katzenbabyrettung mit ihren Pflegestellen informierten.

Ratschläge und Einblicke zum Hundecoaching gab es bei einem Hundepsychologen, und eine Katzenpsychologin erläuterte ihre Arbeit als Samtpfoten-Coach.

Das Programm begann mit einer Agility-Vorführung des ­Polizei- und Schutzhundesports. Danach präsentierte die DRK-Rettungsstaffel Marburg ihr Können. Einige Hunde, die zur Zeit im Tierheim leben, wurden vorgestellt.

Robuster, ausgebildeter Drogenspürhund

Michael Klein, Leiter der Diensthundestaffel der Polizei in Marburg, zeigte die Arbeit mit seinem Diensthund. Der 13 Jahre alte Malinois „Rusty“ ist ein robuster, ausgebildeter Drogenspürhund. Seit zehn Jahren arbeitet Klein mit dem belgischen Schäferhund, für den der Dienst als Spürnase aber voraussichtlich im kommenden Jahr endet. Klein erklärte, wie der Hund auf seine Aufgabe vorbereitet wird und wie er sie dann ausführt. Dazu versteckte er ein kleines Päckchen, an dem Rauschgift haftete. Der Malinois hatte es schnell gefunden und zeigte dies durch das Sitzen vor der Fundstelle an.

Beim Hunde-Parcour traten einige Privathunde mit ihren Herrchen oder Frauchen gegen die Tierheimhunde an. Dabei galt es, den Parcour schnellstens zu durchlaufen, ohne dass die Hunde sich an den mit ­Leckerlis gefüllten Fressnäpfen bedienten, was nicht immer gelang. Unter kräftigem Beifall ­bedankte sich das Publikum, das dicht gedrängt an dem Zaun saß und stand, immer wieder für ­alle Vorführungen.

Für die Kinder gab es unter anderem eine Fühlstation, bei der es galt, das richtige Tier zu erraten.

Maresa Wagner berichtete­ über die Arbeit im Tierheim und betonte, dass rund 50 Prozent der Kosten durch den Kreis gedeckt werden. Daher ist das Tierheim immer auf Spenden angewiesen, wie zum Beispiel, wenn ein Bruch gerichtet werden muss, eine Operation ansteht oder das Tier eine Allergie hat. Leider würden immer wieder Tiere vor dem Tierheim ausgesetzt. Die Mitarbeiter des Tierheims verstünden ja, dass es Lebensumstände gibt, in denen man ein Tier abgeben muss, jedoch sollte man dabei bedenken, dass es einige Zeit und Aufwand brauche, bis man das Tier einschätzen könne und es Vertrauen fasse.

Bei der Vermittlung der Tiere stehen ehrenamtliche Betreuer,­ die den Hund oder die Katze­ kennen, mit Rat und Tat zur ­Seite.

von Ingrid Lang

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