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Spatenstich für Erweiterungsbau

Landschulheim Steinmühle Spatenstich für Erweiterungsbau

Vielleicht schon zum ­Beginn des neuen Schuljahres soll der Erweiterungsbau der Steinmühle fertig sein.

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Spatenstich an der Steinmühle. Jochen Schröder von der ausführenden Baufirma Gade (von links), Cappels Ortsvorsteher Heinz Wahlers, Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Egon Vaupel, der Vorsitzende des Schulvereins und Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies gehen ans Werk

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Das nennt man Maßarbeit: Sekunden, bevor der Steinmühlenverein und ein Teil seiner Gäste den ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau auf dem Steinmühlengelände vornahm, überreichte Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) eine Teil-Baugenehmigung für das Vorhaben.

In den nächsten Monaten soll der Neubau eines Mittelstufen­zentrums für die Klassen 7 bis 10 auf der Wiese vor dem schuleigenen Forum entstehen. Denn: Die Steinmühle platzt aus allen Nähten. Aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) steigt die Schülerzahl bis 2019 von 600 auf 680 Schüler, sagte Bernd Holly, einer der beiden Schulleiter, bei der Zeremonie.

Steinmühle will "Internationale Schule" werden

In nur 21 Monaten ist das ­Genehmigungsverfahren abgeschlossen worden. Insgesamt knapp 6 Millionen Euro investiert der Schulverein Landschulheim Steinmühle in den Erweiterungsbau – „eine große Aufgabenstellung“, wie der Vorsitzende, Ex-Oberbürgermeister Egon Vaupel, deutlich machte. „Damit stärken wir den Schulstandort Marburg und den Wirtschaftsstandort Marburg-Biedenkopf“, ergänzte er.

Mit dem Erweiterungsbau einher gehen Pläne der Steinmühle, „internationale Schule“ zu werden. Der offizielle Antrag sei gestellt, teilte Vaupel mit, „von der Eingangsstufe bis zu einem international anerkannten Abschluss. Damit lege die Steinmühle auch die Grundlage für eine positive Entwicklung der Region in der Zukunft.

Kreis-Schuldezernent Marian­ Zachow nahm diesen Gedanken auf: Der Landkreis sei in einer „Sandwichposition“­ zwischen den Boom-Regionen Nord- und Südhessen. Für ­seine positive­ Entwicklung seien­ Anreize für internationale
Arbeitskräfte wichtig.

"Ich liebe Baustellen."

„In Mittelhessen kann logischerweise nur Marburg Standort einer internationalen Schule werden“, sagte Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies mit Blick auf die international aufgestellten Pharmafirmen in der Stadt. Die Steinmühle sei aber schon jetzt eine „Bereicherung der Schullandschaft in Marburg“, sagte der OB und erinnerte daran, dass die Steinmühle die erste „richtige“ Ganztagsschule in Marburg gewesen sei – also als Erste ein Ganztageskonzept entwickelt und nicht einfach an den Unterricht am Vormittag „ein wenig Betreuung hinten dran gehangen“ habe.

Die private Schule könne ­Reformschritte gehen, mit denen sich das öffentliche Schulsystem schwertue, ergänzte der OB und erinnerte an die Unterbringung und Ausbildung einer Gruppe unbegleiteter minderjähriger Ausländer
an der Steinmühle.

Eigentümer des Geländes ist die Landschulheim Steinmühle­ GmbH & Co. KG. Deren Geschäftsführer, Georg Ritter, sagte, man stehe unmittelbar vor dem Abschluss eines langfristigen Mietvertrages mit dem Schulverein, in dem auch die Modernisierung der bestehenden Schul- und Internatsgebäude geregelt werden soll. „Ich ­liebe Baustellen“, sagte Ritter.

von Till Conrad

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