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Ortsbeirat gegen Windkrafträder

Michelbach Ortsbeirat gegen Windkrafträder

Der Ortsbeirat begründet seinen Beschluss mit der mehrheitlichen Ablehnung durch die Michel­bacher Bürger.

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Windräder bei Wollmar – in Michelbach stoßen solche Anlagen auf Widerstand.

Quelle: Thorsten Richter

Michelbach. Hinsichtlich der Planungen der Firma Krug für Windkraftwerke südlich von Michelbach wurde in der nicht öffentlichen Sitzung des Ortsbeirats Michelbach am 16. Mai folgender Beschluss gefasst: „Nach dem jetzigen Stand der Planung und der Stimmung bei den ­Michelbacher Bürgern (Unterschriftenaktion) spricht sich der Ortsbeirat Michelbach gegen den Bau der Windkrafträder am Görzhäuser Hof aus.“

Der Ortsbeirat hatte am 7. Juni auf seiner ­Internetseite diesen Beschluss veröffentlicht, sonst aber nicht bekannt gemacht. Grund für den Kurswechsel in der Haltung des Ortsbeirats, der zunächst die Pläne von Krug Energie begrüßt hatte, sei  auch, dass die Firma Krug Energie entgegen früherer Zusagen bis dato noch keine umfassende Bürgerbeteiligung einschließlich der kompletten Gutachten und aller Planungsunterlagen durchgeführt habe.

Die Firma Krug Energie aus Münchhausen hatte immer davon gesprochen, dass sie die geplanten drei Windkrafträder mit einer Gesamthöhe von 240 Metern nicht gegen den erklärten Willen der Bevölkerung bauen werde. Bereichsleiter Helmut Zacharias sagte am Donnerstag nach dem Votum des Ortsbeirats zur OP, eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Projekts sei in seinem Hause noch nicht gefallen.

Er kündigte kurzfristig weitere Gespräche mit dem Eigentümer des in Frage stehenden Geländes an, der Firma Pharmaserv am Behring-Standort. Es sei eine „schwierige Situation“ für sein Unternehmen, sagte Zacharias, weil man sich zunächst auf die Unterstützung des Ortsbeirats verlassen habe.

Seit das negative Votum des Beirats abzusehen war, habe man zwar weiter an dem Projekt gearbeitet, aber „mit angezogener Handbremse“. Zacharias kündigte eine endgültige Entscheidung über das Projekt für die nächsten Wochen an.    

  • Schwerpunktmäßig hatten sich an diesem Abend sechs von sieben Ortsbeiratsmitglieder unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Peter Aab unter anderen mit dem Thema Privatisierung von Baumstandorten im Neubaugebiet Michelbach auseinandergesetzt. Nach den Ausführungen von Uta Brämer, Mitarbeiterin der Stadtentwicklungsgesellschaft Marburg, sprachen sich die Ortsbeiratsmitglieder mehrheitlich dafür aus. Sie regten aber als Alternative anstatt eines Erwerbes der Bäume mit der darunter liegenden Fläche, die Übernahme von Patenschaften an.
  • Bezüglich des fünften Bauabschnittes im Neubaugebiet Michelbach stimmte das Gremium einstimmig für eine bevorzugte Vergabe der Bauplätze an die Michelbacher Bürger. Unter anderen lautete die Begründung von Ortsvorsteher Peter Aab, dass es vorläufig das letzte Baugebiet in Michelbach sei und somit der einheimischen Bevölkerung die Möglichkeit zum Bauen gegeben werden müsse.

von Till Conrad
und Elvira Rübeling

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