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Neubau fast so teuer wie Sanierung

Gewobau-Pläne in Weidenhausen Neubau fast so teuer wie Sanierung

Der Ortsbeirat habe keinen Abriss des Gebäudes der Gemeinnützigen Wohnungsbau GmbH (Gewobau) am Erlengraben in die Wege geleitet, erklärte Ortsvorsteher Wolfgang Grundmann.

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Da der Ortsbeirat noch immer keine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen habe, habe man die Sitzung auf der Weidenhäuser Straße abgehalten, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Grundmann (links).

Quelle: Freya Altmüller

Weidenhausen. Damit nahm Wolfgang Grundmann im Ortsbeirat Stellung zu einem Leserbrief, der in der Oberhessischen Presse erschienen war. Es habe im Januar ein Informationsgespräch des Gremiums mit der Gewobau gegeben, bei dem man gehört habe, dass ein Neubau pro Quadratmeter fast genauso viel koste wie die Sanierung des Gebäudes. Ob an der Stelle nach einem möglichen Abriss wieder sozialer Wohnungsbau geplant sei, sei unklar. Jedoch habe man gehört, dass der Bestand um 40 Wohnungen erweitert werden solle.

Auch, was genau die Gewobau in der Poitiers-Straße plane, sei auch noch nicht geklärt. Man habe lediglich informell erfahren, dass alternative Verkehrskonzepte in die Bauplanung miteinbezogen werden sollten. „Es bedarf einer sinnvollen Klärung, die im Stadtteil über Bürgerversammlungen kommuniziert werden muss“, sagte Grundmann.

Das Gremium beschloss, einen Antrag zu stellen auf eine Prüfung eines alternativen Rettungsweges zum Aquamar. In den Sommermonaten sei die Sommerbadstraße so viel befahren und häufig von Falschparkern so zugestellt, dass die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge­ erschwert werde. Eine Alternative könne möglicherweise über den Parkplatz an der Stadtautobahn geschaffen werden, der bisher von einer Hecke abgetrennt sei. Zu prüfen sei außerdem, ob am Northampton-Park die Einrichtung von öffentlichen Toiletten möglich sei.

Bürgersprechstunde in Privaträumen

Der Ortsbeirat entschied zudem, Infotafeln für den Park zu beantragen, die Auskunft darüber geben, wo welche Obst-, Gemüse- und Kräutersorten gepflückt werden dürfen. Einen weiteren Antrag stellte das Gremium auf große Mülleimer mit Pfandflaschenkörben, da in den vergangenen Monaten kleinere­ Modelle abmontiert worden seien. Genehmigt worden sei der Antrag auf einen ein Meter breiten Streifen in der Wehrgasse und der Kappesgasse, der für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen begradigt ist, sagte Grundmann.

Außerdem seien auf Antrag des Ortsbeirates die Eintrittspreise für Kinder im Aquamar geändert worden. Bisher konnten nur Kinder ab sechs Jahren den Ferienpass erwerben, mit dem ein kostenfreier Eintritt während der Sommerferien möglich ist. Kinder, die ab drei Jahren Eintritt zahlen müssen und unter sechs Jahre alt waren, bezahlten daher während dieser Zeit einen höheren Eintritt. Nun gibt es auch für diese Altersgruppe den „Bambini-Ferienpass“, der nach Erwerb einen kostenfreien Eintritt ermöglicht.

Was noch immer aussteht, ist laut dem Ortsvorsteher eine angemessene Unterbringung des Ortsbeirates. Die Bürgersprechstunde hält Grundmann, wie er sagte, bisher in seinen privaten Räumen ab und die Ortsbeiratssitzung habe man mangels geeigneter Räumlichkeiten auf die Weidenhäuser Straße gelegt. „Uns fehlen städtische Räume in Weidenhausen, die wir einfach nutzen könnten“, erklärt Stephanie Theiss, stellvertretende Ortsvorsteherin des Stadtteils. Auf das Problem wollte das Gremium mit der Sitzung unter freiem Himmel aufmerksam machen. „Für uns kommen nur die Jugendherberge oder das Hautgebäude des fib in Frage“, so Theiss auf Nachfrage der OP. Aber auch die müssten eine Raummiete berechnen – wofür der Ortsbeirat die Rückendeckung der Stadt benötige.

Nach Auskunft von Philipp Höhn von der Pressestelle der Stadt ist bereits für diese Woche ein gemeinsamer Termin vereinbart, um eine kurzfristige Lösung zu finden. Die Stadt stelle den städtischen Gremien Räume unentgeltlich zur Verfügung. „Da nicht in jedem Stadtteil passende städtische Räume zur Verfügung stehen, sind in Einzelfällen auch Kooperationen mit Dritten, etwa mit Vereinen, notwendig“, teilt Höhn mit.

von Freya Altmüller
und Patricia Grähling

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