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Nächstenliebe leben

Christus-Treff "CenTral" Nächstenliebe leben

Während der Ortsbeiratssitzung am Richtsberg stellte sich der Christus-Treff „CenTral“ mit einem Anliegen vor.

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Das Gebäude gehört der Stadt; der Christus-Treff „CenTral“ möchte es überschrieben bekommen.

Quelle: Steffen Hoentsch

Richtsberg. Für eine größere Flexibilität und Selbstständigkeit wünscht sich das „CenTral“, das Hauptgebäude in der Sudetenstraße von der Stadt Marburg überschrieben zu bekommen. Die Stadt ist Eigentümer des Gebäudes, das seit sieben Jahren als Treffpunkt von Jung und Alt sowie als Stätte von Aktionen, Projekten und Gottesdiensten genutzt wird. „Die Arbeit, der Zuwachs und die Freude an unserer Arbeit wachsen jährlich, unsere räumlichen Kapazitäten sind aber ausgereizt“, erklärte Johnny Nimmo, Leiter des „CenTral“. Mit der Überschreibung des Gebäudes könnte der Treff selbstständig Änderungen vornehmen, das Gebäude sanieren und eigenverantwortlich handeln.

Mit Gottesdiensten, Schülerhilfen, Teen-Clubs und vielen weiteren Veranstaltungen wie einer Kinderferienwoche arbeiten rund 50 Ehrenamtliche unter dem Motto „Vom Richtsberg zum Lichtberg“. Aktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sorgen für ein freundschaftliches interkulturelles Miteinander frei von Herkunft und Religion. „Wir wollen etwas Gutes für unseren Stadtteil tun und ihn nach unseren Möglichkeiten noch schöner gestalten“, sagte Nimmo. „Dabei geht es in erster Linie darum, Nächstenliebe praktisch zu leben.“

Beispielsweise findet jeden ersten und dritten Sonntag im Monat ein Gottesdienst mit Kaffee und Kuchenverzehr statt, an den übrigen Sonntagen treffen sich Mitarbeiter und Richtsberger Nachbarn zum gemeinsamen Abendessen unter dem Motto „Brot und Butter“.

Inzwischen weisen die Gottesdienste Besucherzahlen von bis zu 80 Personen auf, weshalb der Treff begann, in größeren Dimensionen zu denken. „CenTral“ entstand ursprünglich aus dem Christus-Treff Marburg, konzentriert sich allerdings nur auf den Stadtteil Richtsberg.

In diesem Jahr möchte die Gruppe ein eigenständiger Verein werden. Durch Spenden subventioniert, ist das „CenTral“ unabhängig und kann sich selbst finanzieren, weshalb nur noch die eigenen Räume fehlen.

Ortsbeirat will Überprüfung der Verträge beantragen

Der Ortsbeirat Richtsberg begrüßt die Aktionen und das Anliegen des „CenTral“ und freut sich auf eine Fortsetzung der Arbeit. Der Rat beschloss eine Antragsstellung an den Magistrat auf Überprüfung der Verträge zur Überlassung des Gebäudes, um eine rechtlich abgesegnete dauerhafte Nutzung zu garantieren.

Weiterhin informierte Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic über neue Brandschutzauflagen. Ab sofort müssen mehrere Mehrfamilienhäuser auf dem Richtsberg, die im Besitz von Wohnungsgesellschaften sind, mit einer zweiten Rettungszufahrt ausgestattet werden.

Zudem wies der Ortsbeirat auf die Ausstellung „Warum in die Ferne schweifen? Natur auf dem Richtsberg und weltweit“ in der Kunstapotheke hin, die seit Kurzem die Galerie am Richtsberg beherbergt. Die Vernissage zur Ausstellung ist am Mittwoch, 15. März.

von Julia Mädrich

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