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„Unwürdig für ein Kulturdenkmal“

Elisabethbrunnen „Unwürdig für ein Kulturdenkmal“

Bei der Sitzung des Ortsbeirates in Schröck wurde unter reger Beteiligung der Zuhörer über den ­Zustand des Geländes um den Elisabethbrunnen diskutiert.

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Das Kulturdenkmal „Elisabethbrunnen“ steht am Ortseingang von Schröck.

Quelle: Tobias Hirsch

Schröck. Ortsvorsteher Uwe Heuser erklärte, dass bei ihm einige Klagen eingegangen seien. Das Gelände würde sehr vernachlässigt aussehen. Zusammengefasst wurde die Situation auf dem Gelände wie folgt beschrieben: Das Brunnengehäuse sei vergrünt, die Bäume würden nicht geschnitten, die Stadt habe nur einmal in diesem Jahr gemäht, umgefallene Bäume würden nicht ersetzt, das Gebäude verfalle und die Treppe würde nicht renoviert.

Diese sollte eigentlich sogar barrierefrei gemacht werden, weil das Gebäude zum Beispiel vom Gesangverein genutzt wird. Jürgen Sprenger, Mitglied des Ortsbeirates, berichtete: „Wir hatten jedes Jahr Leute vom Gesangverein, die auf der Treppe gestürzt sind.“ Von mehreren Beteiligten wurde die Formulierung „unwürdig für ein Kulturdenkmal“ verwendet.

Beleuchtung für Wiesentalstraße kommt

Heinrich Nau, Vorsitzender der Kolpingfamilie Schröck, brachte vor, die Kolpingfamilie habe eine Vereinbarung mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen. Dabei ginge es lediglich darum, den Platz sauber zu halten und Laub zu fegen. Er erklärte auch, dass die Eigentumsverhältnisse rund um den Elisabethbrunnen schwierig seien. Die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten ist Eigentümer des Brunnens samt Vorplatz, Hessen Forst gehört der umliegende Wald und der Stadt Marburg die Zufahrt und ein Teil der Fläche zwischen Brunnenvorplatz und Landesstraße. Christian Geske, ein weiteres Mitglied des Ortsbeirates, erklärte, bei der Einweihung des umgestalteten Geländes 2013 sei zugesagt worden, dass der Platz vor dem Brunnen hergerichtet und die Böschung bepflanzt wird. Alle sieben anwesenden Mitglieder des Ortsbeirates stimmten dem Antrag zu, die Stadt Marburg zur Pflege der Wiese mit Teich aufzufordern und das Denkmalamt auf den Zustand des Brunnens und des Geländes davor aufmerksam zu machen.

  • Des Weiteren wurde bei der Sitzung bekanntgegeben, dass laut Stadtwerken für die Wiesentalstraße eine Beleuchtung mit fünf Straßenlaternen vorgesehen sei.
  • Für den Winterdienst wird laut Aussage des Betriebsleiters des Dienstleistungsbetriebs der Stadt Marburg (DBM) ein Fahrzeug für Schröck und Moischt angemietet. Damit sei der Winterdienst 2017/2018 sichergestellt.
  • Im Zuge der Neumarkierung der vorhandenen Parkflächen im Minksweg wird bei der Straßenverkehrsbehörde angefragt, ob eine Sperrfläche im Einmündungsbereich „Zum Elisabethbrunnen/Minksweg“ eingezeichnet werden könne. Dies soll größeren Fahrzeugen das Linksabbiegen vereinfachen.
  • Eine weitere Anfrage zur Instandsetzung und Beleuchtung des Fußweges von Himborn zur Schröcker Straße wird in die ­Wege geleitet.
  • Außerdem berichtete der Ortsvorsteher, dass die Restmittel aus dem Feldwegebudget ins nächste Jahr übertragen werden können. Damit stehen etwa 15 000 Euro für das nächste Jahr zur Verfügung.
  • Heuser erzählte auch von den geplanten Maßnahmen, um den Marienbach bei Starkregen zu regulieren. Dazu werde ein mit Palisaden verstärkter Wall errichtet. Dieser staue das Wasser an, das dann durch die Verrohrung geregelt abfließen soll. Die Finanzierung würden sich die Untere Naturschutzbehörde und das Tiefbauamt teilen. Zusätzlich solle der Graben hinter dem Durchlass unter der Schröcker Straße aufgemacht werden. Eine kleine Querrinne müsse im Feldwegebereich angelegt werden, damit das Wasser abfließt, das vom Salamanderteich kommt. Diese kleinere Maßnahme werde aus dem Feldwegebudget bezahlt. Der Ortsbeirat will auch mit dem Ortsbeirat in Moischt in Verhandlung treten, ob diese ebenfalls eine Rinne ziehen könnten, da auch aus dieser Richtung Wassermassen in ein Neubaugebiet Schröcks fließen.

von Stefanie Wellner

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