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Bunt und genauso schön wie ein Mosaik

Deutsch-orientalischer Kulturabend Bunt und genauso schön wie ein Mosaik

Lachend wirbeln fünf junge Männer in festlicher Tracht über die Bühne, tanzen im Kreis, bewegen sich zu den Klängen der Musik und werden durch das klatschende Publikum angefeuert.

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Die Mitglieder der arabischen Trachtentanzgruppe begeisterten mit ihrem Auftritt das Publikum.

Quelle: Felix Busjaeger

Cappel. An vielen Stellen werden Smartphones gezückt, um den Tanz festzuhalten. Die Stimmung ist ausgelassen, es wird viel gelacht, gejubelt und mitgetanzt. Der traditionelle Dabke-Tanz, der aus dem Nahen Osten stammt, ist der Auftakt des abwechslungsreichen Abendprogramms, das die Gäste im Bürgerhaus Cappel beim deutsch-orientalischen Unterhaltungsabend erwartet.

Neben den fünf Männern aus der arabischen Trachtentanzgruppe sind auch der russische Musikchor des Vereins Doiz, der stimmgewaltig mehrere Lieder zum Besten gibt, die hessische Volkskunstgilde und viele weitere Künstler am Ablauf beteiligt. Den rund 100 Gästen wird eine große Abwechslung geboten, die ihnen fremde Kulturen näherbringt und den Austausch untereinander fördert. Neben dem künstlerischen Angebot gibt es für die Gäste auch die Möglichkeit, auf kulinarische Entdeckungsreise zu gehen. In der Küche wird ein traditionelles Gericht mit Hühnchen und Reis von dem aus Damaskus stammenden Koch Ramzi Aljat zubereitet. Bereits seit 1994 veranstaltet er den deutsch-orientalischen Unterhaltungsabend. Er hat in seiner alten Heimat schon in der Gastronomie gearbeitet und möchte den Menschen seine Kultur näherbringen. Seit jeher liegt dem Mitglied der Richtsberggemeinde der interkulturelle Austausch am Herzen. „Ich möchte das Gemeinschaftsgefühl in der Gesellschaft stärken und den kulturellen Austausch fördern“, sagt der Gastgeber.

Seit 26 Jahren lebt Aljat in Marburg und hat sich in die Stadt verliebt: „Die vielen unterschiedlichen Kulturen, die hier leben, machen die Stadt so bunt wie ein Mosaik und mindestens genauso schön.“

Um den deutsch-orientalischen Abend ausrichten zu können, erhielt Aljat Unterstützung vom Projekt Mosaiksteine und dem Fachdienst Kultur der Stadt Marburg. „Es ist schön, so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft glücklich in einem Raum zu sehen“, sagt Aljat, während er zwei weitere Hühnchengerichte serviert.  Auf der Bühne singt gerade ein Sänger des russischen Musikchors in Begleitung eines Akkordeons ein Solo. Stimmgewaltig begeistert er das Publikum, die Gäste applaudieren. Ramzi Aljat freut sich und hofft, dass sie den Abend in positiver Erinnerung behalten werden.

von Felix Busjaeger

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