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Aus für Windkraft in Michelbach

Energie Aus für Windkraft in Michelbach

Auf dem Görzhäuser Hof in Marburg werden keine Windräder gebaut. Das Unternehmen Krug Energie zieht sich von seinem Vorhaben, mehrere Anlagen auf dem Gelände zu bauen, zurück. Das hat die Firma am Freitag mitgeteilt.

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„Nicht gegen Willen der Bevölkerung“

Abgeblasen: Aus dem Bau von Windkraftanlagen am Görzhäuser Hof in Marburg wird nichts. Diese Windräder drehen sich im Ostkreis, bei Speckswinkel.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Alle Planungen sind gestoppt, ein Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium Gießen wird es nicht geben. „Bis auf Weiteres werden wir das Projekt nicht mehr verfolgen“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Ein wesentlicher Grund für das Projekt-Aus sind die „schwindende Akzeptanz für unser Vorhaben sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen“, wie Hans Hermann Zacharias von Krug Energie im OP-Gespräch sagt.

"Der Wind drehte sich"

Von Beginn an sei der Münchhausener Firma an einer möglichst breiten Zustimmung im Stadtteil gelegen gewesen, der Ortsbeirat habe verganenes Jahr mit sieben zu eins Stimmen für den Windpark im Industriegebiet votiert.

Doch in den vergangenen Monaten habe sich - nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Kritik durch die Bürgerinitiative Windkraft Görzhäuser Hof - „buchstäblich der Wind gedreht, immer mehr Bausteine bröckelten“.

Bürgerinitiative ist erfreut

Die BI zeigt sich auf OP-Anfrage erfreut über die Entscheidung: „Das ist außerordentlich erfreulich, weil wir genau das Ergebnis anstrebten“, sagt Thomas Riedel, Vorsitzender der BI. Der anhaltende Protest samt Unterschriftenaktion, die eine mehrheitliche Ablehnung des Bauprojekts im Stadtteil zutage förderte, habe wohl zu einem „Umdenken“ beim Projektierer geführt.

Krug Energie nennt die Entwicklung hingegen "bedauerlich", auch, weil es der Firma weniger um finanzielle als idealistische Interessen gegangen sei. „Das Gebiet galt ja als die beste Fläche in und für einen Beitrag zur Energiewende in Marburg, die Anlagen hätten sehr gut in das Industriegebiet gepasst“, sagt Zacharias. Das Bewusstsein für eine Energiewende sei gering geworden, „Fukushima ist in den Köpfen weit weg“, sagt Zacharias.

Ein ausführlicher OP-Bericht folgt.

von Björn Wisker

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