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Abendsonne unter alten Obstbäumen

Marburgs schönste Gärten Abendsonne unter alten Obstbäumen

Mit Liebe zum Detail und jeder Menge Kreativität hat die Künstlerin Angela Schmidt einen Erholungsraum im Waldtal geschaffen. Unter alten Obstbäumen genießt sie in ihrem Garten gerne den Feierabend.

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Weiter Blick über einen großen Garten mit alten Bäumen und junger Kräuterspirale im Waldtal.

Quelle: Felix Busjaeger

Waldtal. Zwei Katzen tollen über den Rasen, klettern um die Wette auf den nächsten Obstbaum, im Hintergrund hört man das leise Tröpfeln eines Wasserspiels. Im kühlen Schatten sitzt Angela Schmidt und genießt die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages.

Wenn sie nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, freut sie sich auf ein paar ruhige Stunden in ihrem Garten. Über die letzten 30 Jahre hat sie unter den Kronen von alten Obstbäumen ihr eigenes kleines Paradies geschaffen. Überall gibt es kleine Ecken, die mit viel Kreativität gestaltet wurden. Wände wurden mit besonderen Steinen und Mosaiken verziert. Nach und nach entwickelte sich der Garten zu einem Gesamtkunstwerk.

„Auch wenn ich viele Nutzpflanzen habe, soll der Garten schön und einladend wirken. Deshalb habe ich auch im Beet überall blühende Pflanzen zwischen die Gemüsesträucher gesetzt“, sagt Schmidt und ergänzt, dass sie besonders stolz auf den grünen Spargel ist, den sie anbaut.

"Mit der Zeit verändert sich der Garten"

„Die alten Bäume geben dem Grundstück seinen besonderen Charme. Er wirkt sogar etwas verträumt.“ Mit den Obststräuchern und einem großen Gemüsebeet erwirtschaftet sie jede Saison genug Ernte, um davon bis weit ins nächste Jahr zu leben. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn man die Früchte seiner Arbeit so zahlreich ernten kann“, sagt die freischaffende Künstlerin.

Als sie vor über 30 Jahren das Grundstück erwarb, wohnte sie bereits einige Zeit zur Miete im Haus. „Aber erst wenn es dein Eigentum ist, bist du richtig motiviert den Garten zu gestalten“, sagt die Künstlerin. Nach und nach kamen Rosensträucher, eine große Kräuterspirale und das Gemüsebeet. Ihr ganzer Stolz sind aber die alten Obstbäume, die jedes Jahr zahlreiche Früchte tragen. „Sie sind etwas Besonderes und ich bin froh, dass sie mir so lange erhalten geblieben sind.“

Für Angela Schmidt war es immer sehr wichtig, dass man sich im eigenen Garten wohlfühlen kann. Über die Jahre hat sie die unterschiedlichsten Pflanzen, mal mehr oder weniger erfolgreich, gehabt: „Mit der Zeit verändert sich der Garten und man findet andere Dinge schön“, so Schmidt. „Ich bin künstlerisch kreativ veranlagt und habe das große Bedürfnis, mich visuell wohlzufühlen.“ Die Gartenarbeit ist für sie ein Ausgleich zum Arbeitsalltag und hat etwas Meditatives. „Man macht etwas und sieht wenig später das Ergebnis.“ Wenn man dabei bleibt, ist ein Garten ein kleines Paradies mit zahlreichen Sonnen- und Schattenplätzen. „Ich habe hier viele Lieblingsplätze, morgens sitze ich sehr gerne oben auf dem kleinen Balkon und genieße den beruhigenden Blick über die Bäume.“ Auch nach über 30 Jahren ist ihr Projekt Garten noch nicht abgeschlossen: „Ich habe noch viele Ideen, die ich umsetzen will. Der Garten verändert sich immerzu.“

von Felix Busjaeger

OP-Gartentipp
Obstbäume können gut 50 bis 100 Jahre alt werden, wenn sie richtig gepflegt werden. Zur Pflege alter Obstbäume gehört das Ausputzen: Die Rinde sollte regelmäßig von Pilzen, Flechten und Moos befreit werden. Zudem sollten bei oder nach der Ernte im Herbst überflüssige oder tote Äste entfernt werden. Wichtig ist auch die Verjüngung des Baums. Gerade bei älteren Bäumen kann ein kräftiger Verjüngungsschnitt gut sein, um den Baum zum starken Austrieb anzuregen.
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