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TSV Elnhausen hofft auf Nachwuchsabteilung

100 Jahre TSV Elnhausen TSV Elnhausen hofft auf Nachwuchsabteilung

Der TSV Elnhausen blickt zurück auf 100 Jahre Fußball im Verein und hat genau nachgezählt: Die Seniorenmannschaften haben seitdem mehr als 1 860 Spiele in Konkurrenz ausgetragen.

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Dr. Gerhard Seemann, der Vorsitzende des TSV Elnhausen, gab zum 100-jährigen Bestehen der Fußballabteilung einen Einblick in die Geschichte des Vereins.

Quelle: Freya Altmüller

Elnhausen. „Was ist bei einem Verein Erfolg?“, fragte Bürgermeister Dr. Franz Kahle am Samstag auf dem Festkommers des TSV Elnhausen. Seien es Siege mit eingekauften Spielern oder „eine zufriedene Mannschaft mit Spaß am Spiel“? Es sei eine gute Sache, dass der Verein Menschen aus der näheren Umgebung die Chance gebe, Fußball zu spielen.

Und das nun schon seit 100 Jahren. Daher feierte die Fußballabteilung, die größte des TSV, am Samstag ihr Bestehen. Der demografische Wandel und das Interesse an anderen Sportarten habe dazu geführt, dass der Verein seit 2011 keine Jugendgruppe mehr habe, erklärte Vorsitzender Dr. ­Gerhard Seemann in seiner Rede. Die erste habe es 1930/31 gegeben, bis 1987 habe der Verein durchgängig eine eigene Mannschaft gehabt. Danach folgten ­Spielgemeinschaften mit umliegenden Orten.

„Es gibt wieder Interesse unter den Kindern und Jugendlichen“, verkündete Seemann. Einige von ihnen hätten an der Gaudi-Olympiade am ­Nachmittag teilgenommen. In den ­nächsten Wochen wolle man sehen, ob es eine eigene Mannschaft oder eine Spielgemeinschaft geben werde.
Mit Bezug auf die Vereinsmannschaft gebe es den „unbedingten Willen, eigenständig zu bleiben“, erklärte der TSV-Vorsitzende Seemann. „Wir hatten in der letzten Saison einen verstärkten Kader mit sehr guter Stimmung in der Mannschaft.“ Das seien die richtigen Voraussetzungen, um „bald wieder in der Kreisliga A mitzumischen“.

In der Vereinsgeschichte spielte die erste Mannschaft 32 Jahre in der heutigen Kreisliga A. Die höchste erreichte Liga war die heutige Gruppenliga, in der die Mannschaft vier Jahre vertreten war. 1990/1991 sei mit dem dritten Platz dort das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte erzielt worden.

An mehr als 1 860 Spielen hätten die erste und zweite Mannschaft in Konkurrenz teilgenommen, von denen 829 gewonnen worden seien, 385 unentschieden ausgegangen seien und 650 verloren wurden. Die erfolgreichsten Torschützen seien Carsten Pfeil mit 350 Toren in 22 Jahren gewesen, außerdem Matthias Cordes und Günter Dalkowski.

„Dass es in hundert Jahren nur zwölf Vorsitzende gab, spricht für ein hohes Maß an ­Kontinuität“, erklärte Seemann. Er ­bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern, ohne die die Vereinsarbeit nicht möglich sei.
Torsten Becker, Vizepräsident des Hessischen Fußballverbandes erklärte, die Elnhäuser hätten damals auf Initiative von französischen und englischen Kriegsgefangenen mit dem Fußball begonnen. Zu Auswärtsspielen sei man damals gelaufen. „Das nahm schon einmal einen kompletten Tag in Anspruch.“  Im Laufe der Geschichte habe der Verein aus Rückschlägen die richtigen Schlüsse gezogen. In solchen Zeiten wachse das Zusammengehörigkeitsgefühl auch stärker als bei Siegen. So nahmen die Elnhäuser den Bau des Sportplatzes in den 60ern bei stockender Planung einfach selber in die Hand.

Glückwünsche und Grußworte überbrachten auch Kreisfußballwart Peter Schmidt, die Kreisbeigeordnete Karin Szeder, Ortsvorsteher Jan von Plötz, Bernd Kraft von der Spielvereinigung Grün-Weiß Haddamshausen, Ruth Heinz vom Heimat- und Kulturverein sowie Dirk Schneider vom Tennisclub Elnhausen.

von Freya Altmüller

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