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Wunderschöne Autos in toller Umgebung

ADAC Oldtimerfahrt Wunderschöne Autos in toller Umgebung

Das Konzept der Veranstalter ging voll auf: Einmal ging es über viele Nebenstrecken durch das Hinterland und einmal durchs Marburger Land und den Naturpark Kellerwald-Edersee.

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Michael Deuker und Ralf Dewner aus Stadtallendorf im Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ von 1955.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Wichtigste zuerst: Die zwei umfangreichen Oldtimer-Ausfahrten verliefen unfallfrei. Allerdings fingen sich fünf Fahrzeuge unterschiedliche Schäden ein.

„Drei von ihnen konnten die Gelben Engel wieder flottmachen, bei zweien war so schnell nichts zu machen, die mussten leider aufgeben“, informiert Manfred Möll vom Organisationsteam der 23. Internationalen ADAC Oldtimerfahrt Hessen-Thüringen.

Das Konzept der Veranstalter der 23. ADAC-Oldtimerfahrt ging voll auf: Einmal ging es über viele Nebenstrecken durch das Hinterland und einmal durchs Marburger Land und den Naturpark Kellerwald-Edersee.

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Die Oldtimer fuhren an beiden Tagen zumeist über Nebenstrecken durch zahlreiche Ortschaften zu ihren Zwischenzielen und Zielorten. In den Dörfern hatten es sich zahlreiche Menschen an der Straße auf Stühlen bequem gemacht, um die tollen Autos zu sehen, zu fotografieren oder auch zu filmen. Denn wann kommen schon mal so viele Oldtimer etwa durch Orte wie Damshausen, Altenvers, Mellnau oder Wolferode? Immerhin dauerte es immer gute zwei Stunden, bis alle Autos einen Ort passiert hatten.

Es gab natürlich auch mehrere große „Willkommens-Bahnhöfe“, unter anderem einen sehr malerischen in der Marburger Oberstadt zum Ausklang der ersten Ausfahrt. Am Samstag waren die Fahrzeuge letztmals am Zielort bei Beltershausen unterhalb der Burgruine Frauenberg zu sehen, wo auch eine Siegerehrung stattfand.

Denn wer wollte, konnte­ an zwölf Stationen seine Präzisionskunst testen und ­eine bestimmte Streckenlänge­ in einer vorgegeben Zeit zurücklegen. Die Zeit wurde mit elektronischen Lichtschranken gemessen. Dabei gelang den Fahrern immer wieder eine Punktlandung auf Hundertstel genau. Das Siegerteam Willy und Christa Eisinger aus Elz, mit einem Porsche 911 Carrera aus dem Jahr 1985 schaffte es, nach zwölf Messungen eine Zeitabweichung von insgesamt nur 1,3 Sekunden aufzuweisen.

Unter den Top-Ten-Teams bei diesen Gleichmäßigkeitsprüfungen waren übrigens auch zwei Teams aus Stadtallendorf. Marc Christoph und Marion Dewner landeten auf Platz 3 mit 2,91 Sekunden Abweichung und Michael Deucker und Ralf Dewner erzielten Platz 8 mit 4,24 Sekunden Abweichzeit. Sie fuhren übrigens einen echten Hingucker: den Mercedes mit Flügeltüren aus dem Jahr 1955.

Unter den Teilnehmern der Fahrten waren auch einige aus dem Landkreis, aber zumeist waren es Auswärtige, zum Beispiel aus Mönchengladbach, Gotha, Mainz oder Kerpen. Im Auto aus Kerpen saß neben Iris Hutschenreuther-Bradly ein Mann namens Graham Bonney. Richtig, genau, der englische Schlagerstar, der in Dieter Thomas Hecks Hitparade im ZDF viele große Auftritte hatte. Und Rennfahrerlegende „Jockel“ Winkelhock bewies auch Klasse, landete auf Platz 4 in der oben genannten Konkurrenz.

„Auch die weiteren Promis, die mitfuhren, wie etwa Sängerin Nicki, zeigten sich sehr begeistert von der hiesigen Gegend“, freute sich Möll.

von Götz Schaub

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