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Wer liest eigentlich noch? Und was?

Umfrage unter OP-Lesern Wer liest eigentlich noch? Und was?

Bücher lesen – ist das heute noch zeitgemäß und angesagt? Die Stiftung Lesen und die Unesco sagen „Ja, unbedingt“ und würdigen dies mit einem Aktionstag.

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Obwohl in Deutschland nur noch jeder Fünfte ein Buch liest, ist das klassische Lesen längst noch nicht out.

Quelle: Pixabay

Marburg. Lesen, das ist Bildung und Kultur, ein wichtiger Schlüssel für die persönliche Entwicklung, für beruflichen Erfolg und die gesellschaftliche Teilhabe – und nicht zu vergessen ein Hobby für Menschen weltweit, das über Kulturen und Sprachbarrieren hinweg verbindet. Und dennoch liest laut Stiftung Lesen in Deutschland nur jeder Fünfte noch ein Buch.

Grund genug, einen Aktionstag ins Leben zu rufen. Und so ist seit 1995 der Welttag des Buches und des Urheberrechts ein von der Unesco weltweit eingerichteter Feiertag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren. Jahr für Jahr wird er unter der Beteiligung von Tausenden Buchhandlungen am 23. April begangen. Unter anderem werden an Schüler der vierten und fünften Klassen zur Leseförderung Buch­gutscheine verschenkt.

Die OP hat über ihren Smartphone-Newsletter-Service mehr als 1 000 Abonnenten gefragt: „Wer liest heute eigentlich noch Bücher? Gehört ihr dazu? Dann sagt uns, welche Schmöker ihr auf eurem Nachttisch oder der Sofalehne liegen habt!“ Die Antworten kamen zahlreich und waren vielfältig – sie reichten von der Bibel und Klassikern der Literatur bis hin zu Sachbüchern mit aktuellem Bezug.

von Katharina Kaufmann-Hirsch

Christiane Sauerwald (51 Jahre) aus Schönstadt:
Mein Buch, das ich gerade lese, ist ein Psychothriller von 
Sophie Kendrick und hat den Titel „Das Gesicht meines Mörders“.
Lena Reichel (30 Jahre) aus Holzhausen/H.:
Ich lese sehr gerne. Aktuell Walter Moehrs „Die Stadt der träumenden Bücher“.
Manuela Gori (46 Jahre) aus Unterrosphe:
Obwohl mein Sohn und ich zum Lesen einen Kindl-Reader für E-Books haben, lesen wir immer noch auch viele ­
Bücher.
Ich lese zurzeit Markus Heitz „Die Quellen des Bösen (Ulldart – Die Dunkle Zeit 06)“.
Jan-Bernd Röllmann aus Marburg:
Ich lese aktuell Rebecca Gablés Historien-Roman „Der Palast der Meere“.
Jannis Reif (13 Jahre):
„Evolution“ von Thomas Thiemeyer, und „Survivor Dogs“ von Erin Hunter lese ich gerade.
Natalie Wohlkopf (19 Jahre) aus Marburg:
Ich lese sehr gerne das Buch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green.
Christof Lang (46 Jahre) aus Gisselberg:
Ich lese die Bücher „Frühstück mit Elefanten“ von Gesa Neitzel und „Reboot with Joe“ von Joe Cross.
Piwi Becker (29 Jahre) aus Marburg:
Gerade lese ich „Der Name der Rose“ von Umberto Eco. Ich lese regelmäßig. Neben der Wichtigkeit für Bildung und Sprache geht es mir vor allem um die verschiedenen Welten, welche Bücher in uns erschaffen können. Das vermag einfach kein anderes Medium.
Peter Backhaus (63 Jahre) aus Sarnau:
Ich lese momentan aus der Kategorie Sachbücher „Syrien verstehen“ von Gerhard Schweizer, „Die Schatten des Morgenlandes“ von Carsten Stormer, und „Fluchtpunkt Europa“ von Michael Richter.
Manfred Burk (61 Jahre) aus Stadtallendorf:
Bei mir liegt am Sofa momentan Stephen Kings Roman „ES“, ein mit 1 533 Seiten gut beschriebenes Papier.
Peter Ziegenspeck (74 Jahre) aus Schwarzenborn:
Ich lese gerade einen Krimi aus dem Englischen: „Die Ernte des Bösen“ – ein Roman von dem Pseudonym Robert Galbraith (J.K.Rowling). Ist total spannend.
Achim Gutbrod (63 Jahre) aus Anzefahr:
Ich lese immer mehrere Bücher parallel. Aktuell sind das „Ostfriesenschwur“ von Klaus-Peter Wolf, ein Sammelband mit drei Krimis von Kinky Friedman, „Seltene Affären“ von Thommie Bayer und „Lilar“ von Roderich Feldes.
Elisabeth Koch (65 Jahre) aus Marburg:
Ich lese gerade „Wir haben gar kein Auto ... Mit dem Rad über die Alpen“. Es handelt sich dabei um einen sehr ehrlichen und komisch unterhaltsamen Bericht von Jutta Speidel und ihrem Lebensgefährten Bruno Maccallini, die per Rad die Alpen überqueren, um schließlich ihr Ziel „Meran“ zu erreichen. Ein wunderbares und sehr unterhaltsames Buch, wie ich finde.
Christopher Gori (19 Jahre) aus Unterrosphe:
Ich lese Richard Schwartz‘ „Askir“ die komplette Saga 1.
Nathanael Rauch (23 Jahre) aus Ebsdorf:
Die Bibel.
Dr. Bernhard Conrads (72 Jahre) aus Marburg:
Derzeit lese ich Ian McEwans „Kindeswohl“. Davor hab ich Martin Walsers „Der sterbende Mann“ gelesen.
Hintergrund

Produktion

89 506 neue Titel wurden im Jahr 2015 veröffentlicht. Das sind knapp 2 400 Neu- und Erstauflagen mehr als im Vorjahr. Die meisten Erstauflagen gingen auf das Konto der Belletristik (14 165 Titel), gefolgt von der Deutschen Literatur (10 638 Titel) und dem Bereich Kinder- und Jugendbuch (9 081 Titel).

Umsatz

9,19 Milliarden Euro setzte die Buchbranche im Jahr 2015 um. Damit sanken die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent. Wichtigster Vertriebsweg für Bücher ist nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels weiterhin der stationäre Buchhandel. Dort wurden knapp 4,43 Milliarden Euro eingenommen. Der Internetbuchhandel erwirtschaftete 1,6 Milliarden Euro und macht damit anteilig 17,4 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Preisentwicklung

Der durchschnittliche Preis für ein gedrucktes Buch ist im Jahr 2015 gesunken. Der Durchschnittsladenpreis betrug 26,20 Euro. Auch E-Books (elektronisch zu lesende Bücher) wurden günstiger – im Schnitt um 26 Cent auf 6,82 Euro.

E-Book

4,5 Prozent des Gesamtumsatzes fielen auf E-Books. Das entspricht 27 Millionen verkauften Exemplaren, im Vorjahr waren es 24,8 Millionen gewesen.

Übersetzungen

10 179 Bücher sind aus anderen Sprachen ins Deutsche übersetzt oder als solche neu aufgesetzt worden. Davon waren die meisten Titel im Original in Englisch verfasst worden.

Quelle: „Buch und Buchhandel in Zahlen 2016“, Hrsg.: Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

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