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Hochsaison für Schniefnasen

Grippe Hochsaison für Schniefnasen

Tropfende Nase, kratzender Hals und brennende Augen – im Herbst klingt das für viele vertraut. Die neue Grippesaison hat begonnen. Das Gesundheitsamt hat nun Infektionszahlen vorgelegt.

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Viele Menschen lassen sich gegen Grippe impfen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Grippe geht wieder um und sorgt für Hochbetrieb in den Wartezimmern der Ärzte. Von Oktober bis Mai haben Schniefnasen Hochsaison. Von Oktober 2016 bis Mai 2017 waren das im Landkreis Marburg-Biedenkopf insgesamt 185 Fälle. Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor hatte das Amt lediglich 155 Fälle registriert. Ein weiteres Jahr zurück betrug die Zahl der gemeldeten Influenza-Fälle im Landkreis 120.

„Die erhöhten Influenza-Nachweise in der letzten Saison sind unter anderem damit zu begründen, dass vermehrt Untersuchungen stattgefunden haben, beispielsweise auch im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften“, sagt Dr. Birgit Wollenberg, Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Diagnostiziert ein Arzt einen Influenza-Infekt, muss er ihn beim Kreisgesundheitsamt melden, sofern er einen ­Rachenabstrich beim Patienten genommen hat. Weil die Ärzte einen solchen Abstrich aber selten machen, geht die Gesundheitsbehörde davon aus, dass die Zahl der Infektionen deutlich höher liegt.

Charakteristisch für die Virusgrippe ist, dass die Krankheit ganz plötzlich beginnt, mit Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel- oder Kopfschmerzen. Sogenannte grippale Infekte hingegen beginnen nicht so plötzlich. Wirksamen Schutz bieten laut Gesundheitsamt die Schutzimpfung und allgemeine Hygienemaßnahmen.

Robert-Koch-Institut empfiehlt Impfung für Riskiogruppen

Wer auf einige Dinge achtet und sein Verhalten der Jahreszeit anpasst, kann das Infektionsrisiko deutlich senken. Beispielsweise gibt es laut Gesundheitsamt eine sogenannte Hustenetikette. Derzufolge ist es wichtig, einen Mindestabstand von einem Meter zu Grippekranken zu halten, denn der Virus wird über die Luft durch Tröpfchen übertragen. Wen es aber schon erwischt hat, der sollte nicht in die Hand husten, sondern in den Ellenbogen oder ein Papier-Taschentuch, um den Virus nicht über die Hand zu verbreiten. Das Taschentuch sollte anschließend weggeworfen werden. Auch das regelmäßige und gründliche Händewaschen wirkt gegen die Ausbreitung der Krankheit.
Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt die jährliche Impfung gegen Grippe für alle, die ein erhöhtes Risiko haben, besonders schwer zu erkranken. Hierzu gehören Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke jeden Alters, Schwangere sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, aber auch Personen, die ein erhöhtes Risiko haben, sich mit Influenza anzustecken.

von Dominic Heitz

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