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Mit dem Rad zu neuen Energiequellen

Themenrouten durch Landkreis Mit dem Rad zu neuen Energiequellen

„Wir wollen das Thema erneuerbare Energie erfahrbar machen und das im Wortsinne. Denn alle zusammengestellten Themenrouten sind mit dem Fahrrad erreichbar“, sagt Landrätin Kirsten Fründt.

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Bei einer Radtour stellten die Organisatoren und Planer die erste Themenroute vor. Mit dem Rad dabei waren unter anderem Landrätin Kirsten Fründt (ab Fünfte von links), Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, die Bürgermeister Peter Eidam (Weimar) und Volker Carle (Cölbe) und Stefan Schulte von der Region Burgwald-Ederbergland.

Quelle: Ingrid Lang

Marburg. Mit vier verschiedenen Routen rund um das Thema erneuerbare Energie möchte der Landkreis Marburg-Biedenkopf in Kooperation mit den Stadtwerken, der Universitätsstadt Marburg sowie den Umlandkommunen auf die vielfältigen regenerativen Energiequellen in der Region aufmerksam machen.

Die Touren führen zu Orten an denen regenerative Energie genutzt und erzeugt wird. Die vier Themenrouten verlaufen dabei oft auf ausgewiesenen Radwegen und beschäftigen sich mit Bio-, Wasser-, Wind- und Sonnenenergie. Große Schautafeln, die entlang der Tour aufgestellt wurden, erläutern und vermitteln Hintergrundwissen über erneuerbare Energien.

Auf diese Weise soll das Thema ins Bewusstsein gerückt werden, da ein großer Teil der Energiewende, also die Abkehr von fossilen oder atomaren Energiequellen hin zu erneuerbaren Quellen, auf lokaler und regionaler Ebene stattfindet.
„Gerade in unseren Städten­ spüren wir, welch schlechten­ Einfluss fossile Brennstoffe,­ wie in den Fahrzeugmotoren, auf unsere Luft haben, die wir zum Atmen brauchen“ sagte­ Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg, Norbert Schüren, betonte, dass die Stadtwerke immer gerne eine Vorreiterrolle beim Ausbau von erneuerbarer Energie einnehmen möchten und es wichtig sei, dieses Engagement auch nach außen zu tragen, um die Machbarkeit von nachhaltiger Energie aufzuzeigen.

  • Die Themenroute zur Solarenergie ist 19 Kilometer lang und lässt sich von den Bahnhaltepunkten in Bürgeln und Niederweimar aus gut mit dem Fahrrad erkunden. Die Strecke führt durch Cölbe und Marburg am Niederweimarer See vorbei. An dieser Route kann man den Einsatz von Solarenergie erkennen, wie Solarthermie- und Photovoltaikanlagen auf Dächern aber auch auf Freiflächen sowie Elektro-Ladesäulen und die entsprechende Straßenbeleuchtung.
  • Eine 14,5 Kilometer lange Route zum Thema Wasserenergie führt an der Lahn entlang vom Bahnhof in Friedensdorf, vorbei an Carlshütte, Buchenau, Elmshausen und durch das Lahntal bis Sterzhausen. Weltweit ist die Wasserkraft die bedeutendste erneuerbare Energieform für die Stromerzeugung. Allerdings ist das Wasserkraftpotenzial im Landkreis Marburg-Biedenkopf begrenzt, könnte jedoch durch die ­Modernisierung der vorhandenen Anlagen erhöht werden. Im  Kreis macht die Gesamtleistung aller Anlagen zur Deckung des Strombedarfs nur knapp einen Prozent aus.
  • Großen Anteil bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat die Windkraft. Die Themenroute Windenergie­ informiert über das Stromnetz der Zukunft und den Windpark Speckswinkel / Erksdorf. Die Route ist 12 Kilometer lang und beginnt am Bahnhof in Neustadt und führt weiter über Erksdorf bis zum Bahnhof in Stadtallendorf. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die benötigte Energie zu hundert Prozent regional und erneuerbar zu erzeugen und somit unabhängig von atomaren und fossilen Brennstoffen zu werden.
  • Die Themenroute Bioenergie ist zehn Kilometer lang und führt von Bürgeln über Schönstadt nach Oberrosphe und zudem zu zwei Standorten in Wetter, die aber zur Zeit nicht an den ausgewiesenen Radrouten­ liegen. Die Bioenergie wird als ­Alleskönner bezeichnet, denn hier dienen Pflanzen als Rohstoffe zur Gewinnung von Strom, Wärme und Treibstoffen. Denn Bioenergie ist speicherfähig und flexibel einsetzbar und spielt deshalb im zukünftigen Energiemix eine zentrale Rolle.

Informationen zur Energietour gibt es unter www.klimaschutz.marburg-biedenkopf.de 

von Ingrid Lang

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