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Angst vor Schweinepest im Kreis

Gefahr rückt näher Angst vor Schweinepest im Kreis

Veterinäre, Landwirte und Jäger im Kreis sind in Alarmbereitschaft: Die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinpest (ASP) nach Deutschland ist groß.

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Von Osteuropa breitet sich das Schweinepest-Virus über die Wildschweinbestände Richtung Westen aus. Fachleute gehen davon aus, dass es auch Deutschland erreichen wird.

Quelle: Horst Ossinger

Marburg. Besondere Gefahr gehe vom Menschen aus, sagt Dirk Behnke, leitender Veterinär beim Landkreis. So könnte die Seuche, die von Osteuropa Richtung Westen vorrückt, durch kontaminierte Essensreste nach Deutschland eingetragen werden.

Die Seuche ist über Georgien und Russland in die EU eingeschleppt worden, inzwischen wurde sie in sechs Mitgliedstaaten nachgewiesen. In Polen ist die Schweinepest bis westlich der Hauptstadt Warschau vorgedrungen.

Veterinärbehörden, Jäger und Landwirte im Kreisgebiet sind besorgt. Das ASP-Virus ist für Menschen zwar ungefährlich, kann vom Wildschwein aber an Hausschweine übertragen werden. Mastschweine müssten gekeult werden, falls sie infiziert würden. Das Fleisch sei dann aufgrund der Gefahr einer Weiterverbreitung des Virus nicht mehr verwertbar, erklärt Behnke.

Um die Gefahr einer Ausbreitung einzudämmen, wird vermehrt Jagd auf die Wildsau gemacht. So auch im Staatswald rund um Marburg, wo die Jäger in der aktuellen Saison bereits 250 Sauen und damit erheblich mehr als in den Vorjahren erlegt haben.

Einen Artikel mit ausführlichen Informationen zur Situation im Kreis gibt es hier.

von Carina Becker-Werner

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