Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Faszinierendes Schauspiel am Herbsthimmel

„Birdwatch“ am Wochenende Faszinierendes Schauspiel am Herbsthimmel

Mehr als 200 Millionen Zugvögel verlassen in den nächsten Tagen und Wochen ihre Brutgebiete in Deutschland, um eine Reise in wärmere Gefilde anzutreten. Der Naturschutzbund Hessen lädt am Wochenende zum „Birdwatch“ ein.

Voriger Artikel
Eine Sache der Kompetenz und der Zeit
Nächster Artikel
Seriendieb auf frischer Tat gefasst

Eine Kranichfamilie im Anflug.

Quelle: Dieter Damschen/Nabu

Wetzlar. Eine noch größere Zahl wird Deutschland und damit auch Hessen überqueren, an geeigneten Rastplätzen wie Eder- und Fuldaaue, dem Amöneburger Becken, der Wetterau und dem Hessischen Ried Kraft tanken und dann weiterziehen. Andere verbringen den Winter in Hessen.

Zugvögel fliegen über die Region und sammeln sich

„Auch der Greifvogelzug setzt nun ein, vor allem Rotmilane und Mäusebussarde sind in großer Zahl unterwegs. Stare, Buchfinken, Wacholderdrosseln und verschiedene Singvögel machen sich bereit für den Abflug und sammeln sich in den Feldfluren Hessens“, erklärt Maik Sommerhage, Vogelexperte des Nabu Hessen.

Dieses Wochenende bieten zahlreiche Nabu-Gruppen im Rahmen des „Birdwatch“ am 30. September und 1. Oktober Veranstaltungen rund um den faszinierenden Vogelzug an. „In der Hauptzugzeit lassen sich Schwalben, Stare und Wildgänse, aber auch zahlreiche Durchzügler aus Osteuropa, Sibirien oder Skandinavien besonders gut beobachten“, erläutert Sommerhage. So seien häufig mehrere Entenarten wie Krick-, Knäk-, Löffel- und Schnatterenten gleichzeitig an einem Rastplatz zu sehen, aber auch seltenere Arten wie Prachttaucher, Sichelstrandläufer und Sanderling könne man mit etwas Glück sichten. Die ersten Wintergäste würden nun ebenfalls in der Region eintreffen, wie die Wildgänse, die sich alljährlich in großen Scharen am Rhein versammeln.

Gäste ziehen ein, heimische Vögel fliegen aus

„Mit nur wenigen Gramm Fett als Treibstoff legen sie Tausende von Kilometern zurück und tanken am Rhein neue Energie“, so Sommerhage weiter. Während es sich die Gäste aus dem Norden und Osten den Winter über dort gemütlich machen würden, zöge es zahlreiche heimische Arten in den Süden.

„Vor allem der Mangel an Insekten in der kalten Jahreszeit, die Hauptnahrung vieler unserer heimischen Singvögel wie Grasmücken, Nachtigall und Drosseln, veranlasst diese, in den Süden zu ziehen“, erklärt Sommerhage. Manche Arten würden dabei sehr zügig in ihr Wintergebiet ziehen, andere ließen sich dazu monatelang Zeit. Und längst nicht alle Vögel würden in Afrika überwintern.

  • Am besten beobachtet man Zugvögel von einem erhöhten oder exponierten Standort aus, empfehlen die Experten vom Nabu Hessen. Wer Arten bestimmen will, sollte an ein Fernglas oder Spektiv denken. Alle Veranstaltungstermine von Nabu-Gruppen zum Vogelwochenende finden sich auf der Webseite www.birdwatch.de. Mit einem Quiz zum Vogelzug können Vogel-Interessierte und Laien, aber auch Profis ihr Wissen testen und dies auf

Facebook teilen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr