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Ein bunter Festtag auf dem Bauernhof

Tag des offenen Hofes Ein bunter Festtag auf dem Bauernhof

Viele Familien mit Kindern kamen zum Hoffest am Sonntag bei Direktvermarkter Ludwig Klingelhöfer in Großseelheim. Ein Stück Verständnis für den Beruf des Landwirtes zu wecken, das wünschte sich Kreisbauernverbandsvorsitzende Karin Lölkes von der Veranstaltung.

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Die Besucher gingen in Großseelheim auf Tuchfühlung mit vielen Tieren. Ylva (13 Jahre), Linda (11 Jahre) und Benett (2 Jahre) gefielen vor allem die Esel.

Quelle: Thorsten Richter

Großseelheim. Eigentlich kennen die Großseelheimer und die Stammkunden den landwirtschaftlichen Familienbetrieb Klingelhöfer recht gut. „Hier ist immer offen, die Leute können mit dem Kinderwagen durch den Hof zum Feldweg dahinter fahren und in den Stall gucken. Ich mag es offen, ohne geschlossene Zäune und Türen“, sagt Ludwig Klingelhöfer.

Zum Tag des offenen Hofes kamen am Sonntag zahlreiche Besucher auf den Hof Klingelhöfer in Großseelheim, um sich über die Landwirtschaft zu informieren.

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Rund 800 Besucher kamen zum Hoffest am Sonntag, zu dem Klingelhöfer gemeinsam mit dem Kreisbauernverband eingeladen hatte. „Ich habe meine vierjährige Tochter dabei, für sie ist es schön, die Tiere zu sehen. Ich komme regelmäßig her, weil ich die Wurst gerne esse. So weiß ich, wo sie herkommt“, sagte die Großseelheimerin Christine Wittekind.

Kinder toben auf der Heuburg, Eltern besuchen Ausstellung

Nach dem gut besuchten Gottesdienst zur Eröffnung mit Pfarrerin Evelyn Koch und dem Posaunenchor Großseelheim waren auch der Streichelzoo mit zwei Eseln, Ziegen und Schafen sowie die Gänseküken, Jungschweine und die Kälber Anziehungspunkte für die Kinder. Außerdem tobten die Kinder auf der Stroh- und Heuburg herum.

Die Erwachsenen interessierten sich für die Ausstellung alter und moderner Landmaschinen und die Stallungen. Der Einsatz von Landtechnik heute war ein Thema in Gesprächen mit den Vorstandsmitgliedern des Kreisbauernverbands, der mit einem Informationsstand vertreten war. Diskussionen oder kritische Fragen blieben eher selten, berichteten Stefan Gruß und Kreislandwirt Frank Staubitz. Eine Besucherin wollte wissen, ob auf diesem Hof Antibiotika eingesetzt werden. Wenn Tiere krank seien, werde das sicherlich vorkommen, erklärten die beiden Landwirte und ergänzten, dass im Vorjahr in der Tiermedizin 1500 Tonnen Antibiotika zum Einsatz gekommen seien, davon 53 Prozent in Kleintierpraxen. In der Humanmedizin seien es 31.000 Tonnen gewesen.

„Die Tiere sollen Platz haben, ihnen soll es gut gehen"

Eine andere Frage war, wie viele Menschen auf Hof Klingelhöfer arbeiten. „Vier Familienmitglieder arbeiten in Vollzeit, vier Teilzeitkräfte nach Bedarf, zur Getreide- und Maisernte kommt ein Lohnunternehmer“, erklärte Ludwig Klingelhöfer. 160 Hektar, davon 110 Ackerland mit Getreide und Mais für Tierfutter, zum Teil auch für die Biogasanlage, und 56 Hektar Grünland gehören zum Hof. „Das wichtigste ist die Direktvermarktung von Eiern und Schweinen im Hofladen“, sagte er. 3000 Hühner in Bodenhaltung, 100 Gänse, 60 Schweine, 20 Puten, 30 bis 40 Hähnchen sind es. „Die Tiere sollen Platz haben, ihnen soll es gut gehen. Wir halten nur für die eigene Kundschaft und verkaufen fast nur über Mundpropaganda“, betont Klingelhöfer. Neben dem Tag der offenen Tür stellt er den Bauernhof als Klassenzimmer zur Verfügung und etwa zehnmal jährlich führt er auf Anmeldung Gruppen über den Hof.

von Manfred Schubert

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