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Dolmetscher werden nicht vereidigt

Aus dem Kreistag Dolmetscher werden nicht vereidigt

Im Kreistag stellte die AfD am Freitag einige Fragen zum kreiseigenen Dolmetscher-Service „Dolma“. Dabei ging es auch darum, ob es Probleme mit „Übersetzungsfehlern“ gegeben habe.

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Bei Arztbesuchen oder Behörengängen können sich Zugewanderte zum Beispiel von einem Dolmetscher unterstützen lassen.

Quelle: Archivbild

Marburg. „Wenn Übersetzer nicht vereidigt sind, dann besteht das Risiko, dass nicht richtig übersetzt wird“, sagte AfD-Fraktions­vorsitzender Karl-Hermann Bolldorf. Solche Probleme seien ihm nicht bekannt, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU).

Er führte aus, dass „Dolma“ vor allem als niedrigschwelliges Angebot eingerichtet worden sei, um Zugewanderten etwa bei Arztbesuchen, Behördengängen oder im Kontakt mit Schulen und Kitas eine Übersetzungshilfe zu bieten. „In solchen Fällen würde es sonst viel zu lange dauern, ­einen vereidigten Dolmetscher zu bekommen, wir schließen an dieser Stelle eine Lücke“, sagte­ Zachow. Etwas anderes seien „amtliche Dinge, wie vor Gericht oder bei polizeilichen Angelegenheiten“, für diesen Einsatz sei das „ehrenamtliche Netzwerk“ nicht gedacht.

Der Kreis engagiere Dolmetscher für seinen Dienst, wenn diese eine 60-stündige Schulung zu Ethik und rechtlichen Aspekten absolviert haben. Zumeist kämen Migranten infrage, die Deutsch und ihre Muttersprache gut beherrschten.

von Carina Becker-Werner

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678 Genehmigungen im Kreis

2013 bewilligte der Landkreis 42 Anträge auf einen „Kleinen Waffenschein“. Im Jahr 2016 stellte die Behörde 678 dieser Scheine aus. Über den extremen Anstieg informierte der Erste Kreisbeigeordnete Marian­ Zachow (CDU) am Freitag im Kreistag auf Anfrage des AfD-Abgeordneten Eric Markert.

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