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Die zweite Halbzeit beginnt

Kirsten Fründt Die zweite Halbzeit beginnt

Heute sind exakt drei Jahre vergangen, seit Kirsten Fründt (SPD) als Nachfolgerin Robert Fischbachs (CDU) ihr Amt als Landrätin angetreten hat. Eine Bilanz und
zugleich ein Ausblick.

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Kirsten Fründt: Was ihr drei Jahre als Landrätin gebracht haben, was nun kommen soll.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Offene Punkte nach drei Jahren Amtszeit sind unter anderem die begonnene personelle Umstrukturierung im Kreishaus und das Bürgerbeteiligungsverfahren. Letzteres schafft es in Fründts Liste der zehn wichtigsten Vorhaben bis 2020, die sie für die OP benannt hat. Auf der Agenda der Landrätin steht „solide Finanzpolitik“ an erster Stelle.

Der Kreis ist raus aus dem Schutzschirm, will verbleibende Schulden von 118,5 Millionen Euro aus eigener Kraft weiter zurückführen. Zugleich stehen große Investitionen an: Mindestens drei Millionen sollen in einem ersten Schritt in sozialen Wohnungsbau fließen.

Und die große Koalition plant den Bau eines kreiseigenen medizinischen Versorgungszentrums, wofür es noch keinen Kostenansatz gibt. Auch die Weiterentwicklung des Klimaschutzes kostet: Fründt plant die Umstellung des Fuhrparks auf Elektro-Fahrzeuge.

Die Opposition formuliert Forderungen: Die Freien Wähler wollen Geld für die Kommunen und ein 30-Millionen-Euro-Programm zur Schulsanierung, die Linke mehr Investitionen ins Soziale, die Grünen den Ausbau des Radverkehrs.

Fründt hat 267 Mitarbeiter eingestellt. Mit ihren Dienstwagen ist sie 40 000 Kilometer gereist. 11 Mal hat sie zur Bürgersprechstunde eingeladen. In 7 von 21 Kreis-Kommunen hat sie einen Gemeindebesuch abgestattet. Die OP hat Zahlen und Fakten aus drei Jahren zusammengetragen.

Die OP hat Kirsten Fründt 
für diese Rubrik gebeten, 
vorgegebene Satzanfänge 
zu vervollständigen.
  • Die bislang schwierigste Aufgabe als Landrätin war für mich ...
...  die Bewältigung der Flüchtlingskrise mit vielen unterschiedlichen Herausforderungen.
  • Zu meinen schönsten Aufgaben gehört ...
...  der Umgang mit unterschiedlichen Menschen und die Möglichkeit, zu gestalten und etwas zu bewegen.
  • Ich wünschte, ich könnte als Landrätin ...
...  gelassener auf das Zeitgeschehen schauen.
  • Am wichtigsten fürs Miteinander im Kreishaus ist mir ...
...  ein gutes, kollegiales Klima und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Unsere schwarz-rote Koalition sollte ...
...  so erfolgreich weiterarbeiten wie bisher.
  • Mein Stellvertreter Marian Zachow ...
...  ist ein guter Erster Kreisbeigeordneter, und wir arbeiten gut und eng zusammen.
  • Zwischen den Bürgermeistern und mir ...
...  wird gesprochen, gestritten, gearbeitet – wie in jeder Familie.
  • Das Beste an Marburg-Biedenkopf ist  ...
...  die Vielfalt der Menschen.
  • Bis zum Ende meiner Amtszeit will ich auf jeden Fall ...
...  die gesetzten politischen Ziele erreichen und die Dinge, die ich angestoßen habe, konsequent weiterentwickeln.
  • Überrascht hat mich, dass ...
...  Außen- und Innensicht manchmal so weit auseinanderklaffen können.
Fründts Agenda 2017 bis 2020
  • Solide Finanzpolitik fortsetzen: Der Kreis ist raus aus dem Schutzschirm des Landes,
erwirtschaftet Überschüsse.
  • Digitale Infrastruktur ausbauen: Rot-Schwarz will nach dem Breitbandausbau für ein leistungsstärkeres Netz sorgen.
  • Klimaschutz weiter voranbringen: Die Umstellung des Verwaltungs-Fuhrparks auf Elektro-Fahrzeuge ist geplant.
  • Gesundheit und 
Prävention: Der Aufbau eines kreiseigenen medizinischen Versorgungszentrums wird diskutiert.
  • Wohnungsbau fördern: Der Kreis will zusammen mit den Kommunen 18 Millionen Euro investieren.
  • Ländlicher Raum: Fründt setzt auf „multiple Häuser“: Am Montag kommt der Arzt, am Dienstag berät die Sparkasse, am Mittwoch hilft die Physiotherapeutin ...
  • Bildungslandschaft 
optimieren: ... durch Bildungskonferenzen, Online-Umfrage zur Bildung, Programm „Bildung integriert“.
  • Verwaltung 
 zukunftsfest machen: Personell und infrastrukturell: Arbeitsabläufe und Hierarchien werden neu geordnet.
  • Integration der zu uns Geflohenen schaffen
: Der Kreis setzt auf die „Miteinanderkultur“.
  • Bürgerbeteiligung weiterentwickeln
: Der Einstieg ist geschafft, jetzt will der Kreis mehr Bürger erreichen.

von Carina Becker-Werner

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