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Autofahrer trudeln, Kinder jubeln

Erster Schnee Autofahrer trudeln, Kinder jubeln

Trotz der teils heftigen Schneefälle am Donnerstagabend meldeten die Polizeistationen im Landkreis „keine besonderen Vorkommnisse“. Bis zum Redaktionsschluss gab es relativ wenige Unfälle, die mit der Glätte auf den Straßen zusammenhingen. Laut Polizeisprecher Martin Ahlich ging es so auch am Freitagmorgen weiter, "es gab kaum witterungsbedingte Unfälle".

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Trotz am späten Donnerstagnachmittag einsetzender starker Schneefälle gab es - laut Polizei - keine nennenswerten Unfälle.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Ein Unfall im Hinterland und leichte Blechschäden in Marburg, lautete am Freitag die Bilanz nach dem Feierabendverkehr. Die drei Straßenmeistereien in Kirchhain, Marburg und Steffenberg waren mit nahezu allen Fahrzeugen auf dem 900 Kilometer lange Straßennetz im Landkreis im Einsatz.

Auf der Bundesstraße 453 zwischen Gladenbach und Runzhausen gab's für einige Lkws kurzzeitig kein Fortkommen, bis ein Streufahrzeug für den nötigen Grip sorgte.

Manche Rutschpartien führte zum Glück nicht zu Unfällen, aber zu skurrilen Szenen. Wie etwa am Rotenberg in Marburg, wo ein Taxifahrer seine Fahrgäste vorsichtshalber aussteigen ließ, bevor er die Steilpassage meisterte.

Als am späteren Abend die Temperaturen weiter fielen und die Straßen glatt wurden, gab's auch die ersten beiden Unfälle im Ostkreis und weitere leichte in Marburg. Die Beteiligten blieben unverletzt oder erlitten leichte Verletzungen.

Räumdienste und Autofahrer gut gerüstet

Sowohl die Räumdienste als auch die Verkehrsteilnehmer hatten sich offenbar auf die Schneefälle eingestellt. Insgesamt lobte die Polizei das Verhalten der Autofahrer: Sie seien umsichtig gefahren. "Die meisten haben heute eine App auf ihrem Smartphone und wissen, was los ist", sagte ein Polizist.

Richtig gefährlich war der Wintereinbruch im Landkreis für die Autofahrer ohnehin nicht. Situationen mit Blitzeis oder Temperaturen um den Gefrierpunkt, wenn gefrorene Straßen auftauen und wieder zufrieren, sind für die Straßenmeistereien viel schwerer in den Griff zu bekommen.

Aber, was des einen Freud, ist des anderen Leid: Während die Autofahrer trudeln, sind die Kinder am jubeln. Es soll in den nächsten Tagen weiter schneien. Wer fürchtete, Schlitten und Skier würden verstauben, kommt vielleicht schon in Kürze auf seine Kosten.

Die Betreiber von Pis ten und Pensionen in unserem Gebiet hoffen auf gute Geschäfte, wenn die Wintersportfreunde anrücken, um die Hänge auf der Sackpfeife, in Hartenrod, Holzhausen und in Kleingladenbach herunter zu toben oder die Loipen zu testen. Bis dahin hat Frau Holle noch viel zu tun.

von Hartmut Berge

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